Reisetipps Mongolei

 

Reisetipps Mongolei

 

Allgemein

Alle Informationen sind, falls nicht anders angegeben per Stand 08/2018.

Schon allein der Name “Mon-Go-Lei” weckt Sehnsüchte und das Kopfkino kommt ins Rollen: strahlend weiße Jurten liegen wie Perlen verstreut in saftig grünen Wiesen, der Himmel so unheimlich blau, dass man es kaum für real hält, ist aber alles #nofilter. Dazwischen grasen Yaks, Ziegen und Schafe, und traditionell gekleidete Hirten knattern auf Mopdes durch die Steppe. Die Hügel sind sanft, die Täler lieblich und das Land ewig, ewig weit und groß.

Die Mongolei ist gut viereinhalb mal so groß wie Deutschland, seine 3 Millionen Einwohner (Berlin hat 3,6 Millionen Einwohner) leben zu über 40% in der quirligen Hauptstadt Ulaanbaatar. Somit ist die Mongolei das am dünnsten besiedelte Land der Welt.

Die Mongolei kann aber auch anders als leer und grün: im Süden des Landes erstreckt sich die Wüste Gobi bis weit nach Chin hinein, hier ist es noch leerer als eh schon, und das Land ist nicht mehr grün, sondern sandig und heiß.

Reisen in der Mongolei bedeutet vor allem, sich mit der unendlichen Weite und Leere auseinander zu setzten – so manchem kann das auf das Gemüt schlagen und zu Stimmungsschwankungen führen. Wir hingegen lieben diese Leere, diese Einsamkeit und auch die manchmal damit verbundene Melancholie.

Gerade Mitteleuropäer empfinden die Mongolei als die vielleicht noch letzte, echte Wildnis. So viel unberührte Natur, so viel “Freiheit”, so viel Abenteuer. Und das ist es auch, aber man sollte nie vergessen, dass die Mongolei ein Entwicklungsland ist, 35% der Mongolen leben unter der Armutsgrenze.

Wie heißt es in einem Buch über die Mongolei so schön: “Die Mongolei ist eines der sowohl physisch als auch psychisch anstrengendsten Reiseländer der Erde“. Ein mongolisches Sprichwort wiederum sagt: “Wenn Du vor etwas Angst hast, dann tue es nicht. Und wenn Du etwas tust, dann darfst Du keine Angst haben”. Ja, die Mongolei ist ein wirklich anstrengendes Reiseland, aber es belohnt jeden Tag mit unglaublichen Eindrücken.


Visum

Das Thema Visum für die Mongolei ist schon so eins. Deutsche Staatsbürger brauchen für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen kein Visum, sondern erhalten dieses (in Form eines Einreisestempels) einfach bei der Ankunft im Land; wobei es egal ist, ob man über Land oder über einen Flughafen einreist.

Visafrei für 24 Nationen

Fakt ist aber, dass es insgesamt nur 24 Nationen gibt, die visafrei (Stand 05/2019) in die Mongolei reisen dürfen.

Bildquellen: jeweils wikipedia.org

Visabeantragung über Botschaften

Wer also nun leider ein Visum benötigt, bekommt es über die Botschaften der Mongolei. Leider haben wir keine belastbaren Informationen, wie lange die Ausstellung dauert, wie mühselig das Prozedere ist oder was es sonst noch für Hürden (eventuell “letter of invitation”) gibt. Was wir aber wissen, ist, dass das Visum immer für 90 Tage ab Ausstellungsdatum gültig ist. In diesem 90-tägigen Zeitfenster muss in die Mongolei eingereist werden und erst dann beginnen die 30 möglichen Aufenthaltstage in der Mongolei.

Um ein Visum für die Mongolei zu beantragen sind folgende Unterlagen nötig:

  • Gültiger Reisepass (im Original), der mindestens 6 Monate länger haltbar sein muss, als das geplante Ausreisedatum
  • Ein Passfoto der Größe 3,5 х 4,5 cm, welches auf das Antragsformular geklebt werden muss
  • Das ausgefüllte Antragsformular (siehe unten)
  • Nachweis über die Bezahlung der Gebühren
    • Bis 30 Tage
      Einmalige Ein- und Ausreise 60,- Euro
      Zweifache Ein- und Ausreise 90,- Euro
  • Je nach Nationalität sind noch weiter Unterlagen einzureichen, wie z.B. ein Einladungsschreiben, Nachweis über Hotelbuchungen oder Flüge etc.
  • Ein als Einschreiben frankierter Umschlag für die Rücksendung des Reisepasses per Post.
NEW-VISA-APPLICATION-FORM-2018

 

Visaverlängerung

Sollte man länger als die gewährten 30 Tage im Land bleiben wollen, gibt es drei Möglichkeiten, dies hinzubekommen:

  • Visum mit längerer Aufenthaltsdauer beantragen (gilt auch für deutsche Staatsbürger)
  • Visum im Land verlängern
  • Für Bürger derjeniger Nationalitäten, die visafrei einreisen dürfen (siehe oben) bietet sich auch noch ein Visa Jump an (siehe unten).

Wir haben bei der Einreise zum Stempel in den Pass einen winzig kleinen Streifen Papier bekommen, der auch noch über die Möglichkeit der Visumsverlängerung informiert.

Das etwas tückische hierbei ist, dass man die Verlängerung bereits 7 Tage nach Ankunft im Land beantragen muss; oft wird hier von den Beamten darauf hingewiesen, dass dies nur in Ulaanbaatar möglich sei, was aber so nicht ganz stimmt.

Visaverlängerung in Ölgii

Die meisten Reisenden, die über Land in die Mongolei kommen, reisen über den Grenzübergang Tsagaannuu-Tashanta ein (siehe Kapitel Einreise) im Westen des Landes ein. Von hier ist es ein gewaltiger Weg bis Ulaanbaatar, der auf mongolischen Strassen/Pisten in unter 7 Tagen nicht machbar ist. Somit bietet sich die Verlängerung gleich nach Einreise in der nächsten größeren Stadt, in Ölgii, an.

Wir haben das nicht gemacht (wir hätten die Version Visa-Jump gewählt). Das zuständige Amt ist auf jeden Fall das “mongolian office for immigration”. Man hört die unterschiedlichsten Berichte aus Ölgii und ob und wie das Visum verlängert wird. Die einen berichten, man werde zwingend nach Ulaanbaatar geschickt, andere (wie gute Freunde von uns) haben es dort direkt und ohne große Probleme oder Warten bekommen. Daher der Tipp: es einfach mal probieren: wenn’s klappt, prima; wenn nicht, dumm gelaufen.

Visaverlängerung in Ulaanbaatar

Wenn man es (sehr wahrscheinlich) nicht innerhalb von 7 Tagen bis Ulaanbaatar geschafft hat, so sollte man es trotzdem probieren, den Beamten des “mongolian office for immigration” dort die Situation erklären und hoffen. Ein Versuch ist es allemal wert.

Registrierung

Erlaubt das Visum nur einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen, so muss man sich NICHT im Land registrieren.

Bezüglich der Registrierung ändern sich alle naselang die Regeln; momentan scheint es so zu sein, als dass man sich innerhalb von 7 Tagen nach Einreise registrieren muss, aber nur, wenn man ein Visum besitzt, das einen längeren Aufenthalt als 30 Tage erlaubt. Die Informationen sind diesbezüglich eher mau, daher lieber mal bei der Botschaft nachfragen.

Visa-Jump

Wie schon weiter oben erwähnt, ist ein Visa-Jump prinzipiell durchaus möglich, aber eben nur für Bürger jener Nationalitäten, die visafrei einreisen dürfen (detaillierte Informationen siehe oben).

Wir hatten den Plan, ohne Verlängerung 30 Tage gemütlich durch die Mongolei zu reisen und den Visa-Jump von Ulaanbaatar aus nach Russland zu machen (Visum für Russland – hier geht’s zu den Reisetipps Russland – beachten). So hätten wir in den ersten 30 Tagen die westliche Mongolei bereist und nach dem Visa-Jump das Zentrum um Ulaanbaatar herum und die Wüste Gobi. Ausgereist wären wir wieder über Russland (Baikal-See). Diese Option des Visa-Jump bietet sich natürlich auch an, wenn man weiter nach China reisen will (über den Grenzübergang von Erenhot).


Benötigte Unterlagen / Dokumente

Für Reisen in die Mongolei mit dem eigenen Fahrzeug braucht man ein paar Unterlagen /Dokumente:

  • Reisepass: muss bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültig sein
  • Internationaler Führerschein
  • Internationaler Fahrzeugschein
  • Nationaler Führerschein
  • Nationaler Fahrzeugschein
  • Ein Carnet de Passages für das Fahrzeug wird (eigentlich) nicht benötigt – mehr zu dem Thema im Kapitel “Carnet de Passages” unten.
  • WICHTIG: Ein deutscher Führerschein berechtigt während eines Kurzaufenthaltes zum Führen eines Kfz, jedoch muß eine Übersetzung mitgeführt werden (sagt das Auswärtige Amt). Wir hatten diese (und sicherheitshalber auch den Fahrzeugschein) dann auch zu Hause machen lassen, gefragt hat uns aber NIE jemand danach. Übersetzungen ins Mongolische sind nicht gerade Standard-Ware; nach langem Suchen haben wir ein gutes Übersetzungsbüro in Bielefeld gefunden: Interna (oder unter: https://www.interna-uebersetzungen.de/startseite.html).

Übersetzung des Führerscheins ins Mongolische

Sonstige notwendige Dokumente


Carnet de Passages

Das Thema mit dem Carnet für die Mongolei ist ein (manchmal) leidiges. Fakt ist, dass man für die Einreise mit dem eigenen Fahrzeug in die Mongolei definitiv kein Carnet de Passages benötigt.

Quelle: https://www.adac.de/reise-freizeit/fahrzeug-weltreise/carnet-de-passages/deutsch/

Der ADAC wiederum hat uns bei der Abholung unseres Carnet darauf hingewiesen, dass sie seitens Reisenden erfahren hätten, dass mache mongolischen Grenzbeamte trotzdem danach fragen. Warum, weiß keiner. Hat man keines, kommt es wahrscheinlich zu 99,9% der Fälle auch zu keinen Problemen und die restlichen 0.1% müssen vielleicht 5 Minuten länger an der Grenze debattieren – gemäß ADAC durften letztendlich aber alle einreisen.

Wenn man jetzt, wir wir z.B. über u.a. den Iran (carnet-pflichtig; hier geht’s zu den Reisetipps Iran) angereist ist, hat man es ja dabei (sagt der ADAC) und wenn der Zöllner darauf bestehe, könne man es ja vorzeigen – aber auf keinen Fall stempeln lassen! An der mongolischen Grenze hat uns dann aber niemand danach gefragt – schließlich braucht man ja auch kein Carnet für die Mongolei.

Wir haben auf jeden Fall bisher von niemanden gehört, von dem ein Carnet verlangt worden wäre. Mehr Informationen zum Beantrages des Carnet de Passages findet sich z.B. in den Reisetipps Iran.


Internationale Grenzübergänge

Laut Hinweisen des Auswärtigen Amtes gibt als internationale Grenzübergänge, an welchen man mit dem eigenen Fahrzeug in die Mongolei einreisen darf, eh nur drei:

  • Mongolisch-russische Grenze: Altanbulag/Khiagt (Selenge Aimag), täglich von 8.00 – 19.00 Uhr geöffnet – Koordinaten siehe Kapitel “Nützliche Adressen/Koordinaten”
  • Tsgaan-Nuur/Tashanta (Bayan Ulgii Aimag), Mo.-Sa. von 9.00 – 18.00 Uhr geöffnet – Koordinaten siehe Kapitel “Nützliche Adressen/Koordinaten”
  • Mongolisch-chinesische Grenze: Zamynd-Uud/Ereen (Dornogov Aimag/Ostgobi), täglich von 9.00 – 19.00 Uhr geöffnet – Koordinaten siehe Kapitel “Nützliche Adressen/Koordinaten”

Einreise

Einreisestempel

Jetzt braucht man (zumindest als Deutscher Staatsbürger) kein Visum für die Mongolei, auch ein Carnet de Passages ist nicht notwendig – da könnte man ja hoffen, dass die Einreise sich eher unkompliziert gestaltet. In der Summe werden wir für die Einreise gute 2 1/2 Stunden benötigen und die lokal, bunte Bürokratie in allen Facetten kennenlernen dürfen.

Wir reisen über den Grenzübergang von Tsagaannuu-Tashanta (GPS: N 49° 38′ 35.57″ E 89° 26′ 33.31″ – dies ist die Koordinate für den eigentlichen Grenzübertritt mit einfacher Kontrolle) aus Russland (hier geht’s zu den Reisetipps Russland) kommend in die Mongolei ein. Die eigentlich Grenzkontrolle samt Zoll und allem was dazugehört befindet sich ca. 6 km landeinwärts (GPS: N 49° 36′ 32.6″ E 89° 28′ 6.5″).

Tipp: Wir haben wirklich direkt vor der Grenze in Tashanta (Russland) übernachtet, obwohl dies ja eigentlich nicht erlaubt ist (Nahe der russischen Grenze darf man nirgends wild campen). Wir haben das dahin gehen umgangen, als das wir uns einfach vor einem Hotel in Tashanta auf den Parkplatz (GPS: 49° 43′ 19.4″ E 89° 11′ 10.7″) gestellt haben (das hat auch niemanden interessiert). Somit waren wir nah an der Grenze und wir konnten gleich in der Früh erst aus Russland ausreisen und später in Mongolei einreisen.

Das Einreise-Prozedere

Sodala, aus Russland sind wir raus (hier geht’s zu den Reisetipps Russland) und jetzt auf in die endlosen Weiten der Mongolei. Nach dem russischen Grenzposten fährt man noch eine ganze Weile über eine recht gute Teerstrasse (genießen – das wird lange nicht mehr so sein) durch russisches Territorium, bevor man fast mitten im Nirgendwo auf die mongolische Grenze trifft.

  • Die Landesgrenze wird hier von einem Zaun und einem kleinen, windschiefen Häuschen markiert. Als einziger Grenzposten läuft ein junger Mann mit uraltem Funkgerät mit extrem langer, wackelnder Antenne herum. Der Grenzer kontrolliert nur kurz die Pässe, murmelt irgendwas ins sein Funkgerät und winkt uns durch. Ok, war’s das schon?

Welcome to Mongolia!

  • Schlagartig hinter der Grenze wird die Strasse echt mongolisch, d.h. holprig, schlecht und mit Schlaglöchern durchzogen. So rumpeln wir ca. 6 km durch die Landschaft, bis vor uns die eigentliche Grenzstation auftaucht.
  • Direkt davor liegt eine mit einer Flüssigkeit gefüllte betonierte Grube, durch die ausnahmslos alle Fahrzeuge durchfahren müssen. Kaum durch, kommt noch eine nette Dame und sprüht die Reifen mit einer Art Desinfektionsmittel ab. Aus uns unerfindlichen Gründen möchte die Dame gerne in kasachischen Menge bezahlt werden. Ihr Wunsch ist uns Befehl und so zahlen wir 3.000 Tenge (= ca. € 7,-) für die Desinfektion der Reifen.

Beleg über die Desinfektion der Reifen bei der Einreise

  • Nach der Desinfektion stehen wir vor einem riesigen und verschlossenem Tor. Links davon (zwischen dem Tor für Ein- und Ausreise) steht ein kleines Häuschen, zu dem wir müssen, um uns für den Grenzübertritt anzumelden. Hierfür braucht man den Reisepass und den “car passport” (= Zulassungsschein). Die Dame in dem Häuschen trägt viele Daten in einen Computer und ein Büchlein ein. Wir bekommen einen Schnipsel.

Der Einreise-Anmelde-Schnipsel – aufheben, den braucht man noch

  • Dann müssen wir noch die Immigration Card ausfüllen

Immigration Card

  • Tja, und dann heißt es warten. Inzwischen ist 12:45 und der Grenzposten hat kollektive Gruppen-Mittagspause. Bis 14 Uhr. Und so stehen wir lange und geduldig vor dem Tor ins Reich des Dschingis Khan und überlegen, ob sich der großer Eroberer auch von so einem rostigen Tor hätte aufhalten lassen … wahrscheinlich nicht, aber Visum hatte er ja wohl auch keines gebraucht. Hier noch ein Tipp: Der Grenzposten hat auch Wochenende geschlossen (Daten unbedingt überprüfen, momentan geöffnet: Montag bis Samstag, 9 – 18 Uhr, Mittagspause 12:45 – 14:00 Uhr); wir haben ein deutsches Pärchen getroffen, das bei der Ausreise zwar noch in den umzäunten Grenzbereich einfahren durfte, aber dann war Wochenende und sie standen da lange, bis wieder jemand vorbei kam und es weiter ging.

Zufahrt in den mongolischen Grenzbereich – geschlossen wegen Mittagspause

  • Als es dann endlich 14 Uhr ist (eine Stunde haben wir wegen der Zeitumstellung ja auch schon verloren), kommt erst mal niemand. Wir sind die ersten am Tor, auch hinter uns scharren alle mit den Hufen, in der Hoffnung, dass es bald weiter geht. Erst 10 Minuten später taucht die Dame mit dem Schlüssel für das Tor auf, blickt etwas missmutig auf die viele Arbeit, die da ansteht, sperrt aber doch auf. Weiter vorne unter einem riesigen Dach stellen wir das Fahrzeug ab.
  • Auf zur Passkontrolle. Dort wir die vorher ausgefüllte Immigration Card eingesammelt und letztendlich bekommen wir die Einreisestempel in die Pässe. Als Belohnung bekommen wir noch einen neuen Papierschnipsel zum Thema Visaverlängerung (siehe Kapitel “Visum” oben).
  • Danach muss der Fahrer zu einem Fenster (an linker Wand) und dort wird der Einreise-Anmelde-Schnipsel (siehe Bild oben) abgestempelt. Und weiter geht’s: vor der nächsten Tür (links vom Drucker) muss der Fahrer beim Zoll seinen Pass und den Einreise-Anmelde-Schnipsel mit inzwischen einem Stempel noch mal vorzeigen. Der Einreise-Anmelde-Schnipsel bekommt noch einen Stempel mehr drauf (wie langweilig wäre die Welt nur ohne Stempel?).

Der Einreise-Anmelde-Schnipsel: jetzt mit allen nötigen Stempeln

  • Der abstempelnde Zöllner kommt dann auch aus seinem Büro und geht mit einem zum Fahrzeug zurück und macht dort höchstpersönlich die Kontrolle des Fahrzeuges. Das hat bei uns keine Minute gedauert: kurzer Blick hier und da, fertig! Wie cool.
  • Von dem Zöllner bekommen wir nun noch abschließend ein Blatt Papier, welches ihm zu Folge unheimlich wichtig wäre – ohne dieses könnten wir nicht wieder MIT Fahrzeug aus der Mongolei ausreisen.

Wichtiges Dokument: Fahrzeuganmeldung in der Mongolei. Nicht verschlampen.

  • Zu dem oben abgebildeten Dokument der Fahrzeuganmeldung in der Mongolei: ohne dieses sei eine Ausreise aus dem Land nicht möglich. Nur so viel: wir haben den Zettel immer noch, bei der Ausreise hat und niemand danach gefragt, aber wenn man daran denkt, sollte man ihn vielleicht doch lieber abgeben.
  • Wir werden also von dem netten Zöllner entlassen, müssen noch ein Tor passieren und sind nun nicht nur in der Mongolei (das waren wir ja schon nach dem ersten Tor) sondern sogar eingereist. Wie toll ist das denn! Wir freuen uns.

Fazit

In der Summe kann man sagen, dass das gesamte Prozedere an der Grenze eigentlich ganz gut klappt; ok, ein paar organisatorische Abläufe muss und kann man vielleicht nicht nachvollziehen, aber ärgern tut einen hier niemand, es will auch niemand ein bisschen extra Taschengeld und wir wurden immer sehr nett und höflich behandelt.

Dunstkreis

Direkt hinter der Grenze ist ein großes Tohuwabohu, überall rennt jemand herum, der einem was auch immer andrehen will: SIM-Karten, Versicherungen, Geldwechsel usw.

Kfz-Versicherung

In der Mongolie ist eine Kfz-Versicherung Pflicht und überall hinter der Grenze laufen wild gestikulierende Menschen herum, die einem versuchen, eben jene zu verkaufen. Nach ein bisschen Beobachtung fällt auf, dass die “Fänger” jeden in das gleiche Büro “schleppen”. Da es Pflicht ist das Ding zu haben, lassen wir uns auch fangen und besorgen uns direkt hier und vor Ort die Versicherung (mehr Details zur Kfz-Versicherung im ensprechenden Kapitel weiter unten). Gemacht ist gemacht.

Road Tax

Auch diesbezüglich werden wir von einer resoluten Damen aufgegabelt, die sehr offiziell wirkt und uns erklärt, um in der Mongolei überall herumfahren zu dürfen, müssten wir eine “road tax” zahlen. Wir hatten davon schon gehört, aber keiner konnte uns abschließend sagen, ob das nun real oder Beschiss ist.

Wer die mongolischen Strassen kennt, würde ja vielleicht sogar 200$ US-Dollar zahlen – nur damit es besser wird. Die Dame meint auf jeden Fall, es koste nur 5$ US-Dollar, wir stimmen zu und verursachen in dem Büro dann ein derartiges Chaos (ein bisschen schon beabsichtigt), dass die Dame uns zwar die Quittung über die bezahlte “road tax” gibt, aber bezahlt haben wir in all dem Chaos nichts – das ist irgendwie untergegangen.

Quittung über “bezahlte” road tax

SIM-Karten

Hier laufen auch unendlich viele junge Mädchen herum, die einem super günstige und ganz tolle pre-paid SIM-Karten anbieten. Wir haben von Reisenden, die uns entgegen kamen, gehört, hier auf keinen Fall SIM-Karten zu kaufen – die würden allesamt nicht funktionieren. Lieber bis in den nächsten Ort Tsagaanuur weiterfahren und sich dort eine besorgen (die funktionieren dann auch).


Ausreise

Und da ist sie schon wieder vorbei, die schöne Zeit in der Mongolei. Jetzt heißt es wieder ausreisen – nach Russland in Richtung Baikal-See.

Wir reisen über den Grenzübergang Altanbulag (GPS: N 50° 19′ 18.33″ E 106° 29′ 22.65″) auf der Straße von Dachan bzw. Ulaanbaatar (Mongolei) nach Ulan Ude (Russland) aus. Das Schöne an dieser Strecke ist, dass sich nach langer Zeit in der baumlosen Steppe die Natur verändert, es tauchen wieder Wälder und grüne Bäume auf. Also, auf geht’s nach Russland (hier geht’s zu den Reisetipps Russland).

Das Ausreise-Prozedere

Ausreisestempel

Kurz vor der Grenze haben wir noch einen letzten schönen Stellplatz (GPS: N 50° 6′ 48.4″ E 106° 13′ 55.3″ – die Einfahrt ist links der Strasse, gegenüber einer Tankstelle, dann ein paar hundert Meter den Feldweg entlang) in der Mongolei gefunden: diesmal sogar eingerahmt von Bäumen – in der Mongolei eher eine Seltenheit.

 

  • Vor dem ersten mongolische Kontrollposten dieser Grenze befinden sich 3 Spuren und es ist nicht ganz klar, in welcher Spur wir uns anstellen müssen: PKW oder TIR (gewerbliche LKWs). Erst probieren wir es in der PKW-Spur, werden aber bald von einer resoluten Dame, die irgendwie zur Grenze gehört, auf die LKW-Spur geschickt. Schauen wir mal, ob das klappt, noch ist das Tor zum inneren Grenzbereich verschlossen.
  • Nach ca. 75 Minuten öffnet sich das Tor/die Schranke und wir dürfen einrollen. Am Tor selber müssen wir uns anmelden und wir bekommen (endlich mal wieder) einen labbrigen Papierschnipsel.

Den ersten Stempel bekommt man nach bestandener Zollkontrolle, den zweiten irgendwann danach – wofür, wissen wir nicht.

  • Die Kontrolle durch den Zoll findet irgendwann im dem doch rechten Chaos durch zwei Beamte statt: sehen wollen sie nicht wirklich viel, stellen ein paar Fragen über dies und das und fertig. Die Zöllner sind auch nicht zwingend an ihren Uniformen zu erkennen: einer der beiden kam in Zivil (Chef?) und der zweite war eher schweigsamer Untertan.
  • Der gesamte innere Bereich der Grenzkontrolle ist eher ein großer, trubeliger Parkplatz, keiner weiß so genau, wo er hin muss, was zu tun ist. Es macht den Anschein eines in Aufruhr versetzten Hühnerstalls.
  • Letztendlich finden wir heraus, dass wir  zur Passkontrolle müssen.

Mongolische Passkontrolle – im angrenzenden Duty-Free hat man die letzte Möglichkeit, schädelspaltenden Dschingis-Khan-Vodak zu erwerben.

  • An der Passkontrolle läuft eigentlich alles recht fix und unkompliziert aus: kurz warten, Pass zeigen, Stempel rein und basta!
  • An dieser oder einer vorherigen hätten wir wahrscheinlich den schon im Kapitel “Einreise” erwähnten Zettel “Fahrzeuganmeldung in der Mongolei” entweder wenigstens abstempeln oder sogar abgeben müssen; wir haben bekanntermaßen nichts dergleichen machen müssen, wurden aber auch NIE nach dem Dokument gefragt. Wer also auf Nummer Sicher gehen will, eher mal fragen, was zu tun ist, als (wie wir) es zu vergessen. Zur Erinnerung hier noch mal das entsprechende Dokument.

Fahrzeuganmeldung in der Mongolei – bei Ausreise NICHT abgestempelt, da vergessen…

  • Auf jeden Fall müssen wir nun unter einem riesigen Sonnendach warten – worauf wissen wir auch nicht, aber wir werden durch viele Gesten immer wieder daran erinnert.
  • Letztendlich taucht eine Mann in grüner Tarnkleidung auf und murmelt irgendwas von “car pool” – naja, einfach weiter warten.
  • Irgendwann setzen sich ein paar Fahrzeuge gen Ausfahrt aus dem mongolischen Grenzbereich in Bewegung, wir aber werden energisch und unter dem ohrenbetäubenden Lärm einer schrillen Trillerpfeife zurückgepfiffen. Geduldig warten wir und harren der Dinge, die da kommen mögen.
  • Nach über einer 1/2 Stunde kommt auch mal wieder bei uns ein Offizieller in Uniform vorbei, checkt den Papierschnipsel (mit den beiden Stempeln, den wir zu Beginn bekommen haben) und schickt uns nun endlich zum Ausfahrtstor, an dessen geschlossen Toren sich schon die Fahrzeuge stauen.
  • Eine nette Dame kommt zu uns, sammelt die Pässe und den besagten Papierschnipsel ein, verschwindet damit in einem kleinen Häuschen. Wenig später kommt sie nur mit den Pässen zurück, öffnet das Tor und wir überfahren die Grenze von der Mongolei nach Russland (hier geht’s zu den Reisetipps Russland). Tschüss Mongolei.

Auf dem Weg zum letzten Tor der Mongolei – hinter dem Zaun liegt schon Russland

Fazit

Letztendlich ist der Grenzübertritt kein nennenswertes Problem, die einzige Herausforderung in dem Chaos ist, herauszubekommen, wann man mit was wohin muss. Die einzelnen Schritte an sich dauern alle nicht lange, sind auch recht effizient organisiert, aber zwischen den einzelnen Schritten heißt es oft und lange Warten. Alleine für die mongolische Grenzabfertigung haben wir über 2,5 Stunden gebraucht. Ein gutes Buch mag helfen, die viele Wartezeit zu vertreiben. Als Einstimmung auf Russland vielleicht Tolstois Klassiker Anna Karenina – bietet mit über 990 Seiten auch ausreichend Lesestoff…


Zollvorschriften

Die verschieden Zollvorschriften sind immer wieder ganz spannend – verraten sie einem doch auch immer ein bisschen, wie die lokale Seele so tickt.

  • Satte 2 Liter Wein, 3 Liter Bier und 1 Liter Schnaps (über 22 Vol.-%) darf man zollfrei einführen.
  • Fremdwährungen dürfen unbegrenzt eingeführt, müssen aber deklariert werden. Die Ausfuhr ist bis zum Betrag des deklarierten Betrags (Einreise) möglich.
  • Die Ausfuhr von Kunst, Leder, Fellen und archäologischen Funden ist nur mit Genehmigung erlaubt. Achtung: auch bei auf Märkten erworbener Massenware, die auch nur annähernd so ausschaut, als könnte sie alt sein, kann es schon zu Problemen (bis zur Konfiszierung) kommen.
  • Jäger dürfen ihre Waffen samt Munition einführen.

Diesel

Fast aller Diesel, der in der Mongolei verkauft wird, kommt aus Russland und ist daher von gar nicht so schlechter Qualität. Wir hatten auf jeden Fall keine Probleme mit dem Diesel dort. An manch ganz kleinen Tankstellen in den Tiefen der Steppe kann es sein, dass sich winzige Schwebeteilchen im Diesel befinden. Manche Foren raten deshalb dazu, die für das jeweilige Fahrzeug nötigen Filter als Ersatz dabei zu haben.

Wir haben im Internet noch folgende Karte gefunden, auf der angeblich alle Tankstellen (hier allerdings Benzin) der Mongolei eingezeichnet sind.

MGL_Tankstellen

Tankstellennetz Mongolei, Quelle: Google Maps; für Link bitte auf Bild klicken.

Durch den Verfall des Tugrik (Währung in der Mongolei) gegen den US-Dollar sind sowohl die Preise für Diesel als auch Benzin im Jahr 2019 schon dreimal erhöht worden. Momentan kostet der Diesel in der Mongolei ca. Tugriks 2.250,-/Liter (= ca. € 0,82).

Und hier noch die aktuelle Übersicht über die globale Verteilung von Schwefel im Diesel.

MapWorldSulphur_March2018

 


Kfz-Versicherung

Für die Mongolei braucht es einen Versicherungsschutz für das Fahrzeug. Wir haben unseren gleich hinter der Grenze bei der Einreise über den Grenzübergang von Tsagaannuu-Tashanta bekommen.

Versicherungsanbieter

Kaum ist man auf dem eingezäunten Grenzbereich heraus, wimmelt es nur so von “Versicherungsmaklern”. Letztendlich werden alle potentiellen Kunden aber in das gleiche Büro geschleppt, was vermuten lässt, dass es (auf jeden Fall hier) nur diesen Anbieter gibt. Im Zweifelsfall ist es aber wahrscheinlich auch egal, das Dokument (die Police) ist nur auf mongolisch und wie weit eventuelle Schäden dann in welcher Höhe und überhaupt beglichen werden – lieber nicht probieren und einfach unfallfrei durch die Mongolei rumpeln.

Letztendlich besorgen wir uns eine Versicherung für 2 Monate, die kosten 50$ US Dollar und das gesamte Ausstellen geht auch sehr schnell.

MGL_Einreise_Versicherung2

So schaut dann eine ausgefüllte mongolische Versicherungspolice aus. Es fällt auf, dass man keinerlei Daten wirklich entziffern kann.

Und so schaut das mongolische Versicherungsbüro am Grenzübergang von Tsagaannuu-Tashanta aus.

Im Büro der Versicherungsgesellschaft


Krankenversicherung

Bildschirmfoto 2019-05-06 um 11.00.19Eine gute und zuverlässige Reisekrankenversicherung ist sicherlich unabdingbar – jeder kann krank werden oder gar einen Unfall haben. Zusätzlich zu dem Versicherungsschutz vom ADAC (aber lediglich im Umfang der normalen Plus-Mitgliedschaft), der auch einen Krankenrücktransport per Flugzeug beinhaltet, haben wir uns – wie auch schon auf vorherigen Reisen – für die Auslandkrankenversicherung der HanseMerkur entschieden. Das wirklich Gute an der HanseMerkur ist, dass sie eine Auslandkrankenversicherung mit bis zu 5 Jahren anbieten. Die meisten anderen Anbieter decken immer nur “normale” Urlaube mit einer maximalen Auslandsaufenthaltsdauer von ca. 6 Woche an. Da sind 5 Jahre schon eine Ansage!

Kosten, Laufzeit und Kündigung

Die Preise richten sich grob nach zwei Faktoren: Versicherungsschutz für weltweite Reisen OHNE Kanada und USA oder eben weltweite Reisen MIT Kanada und USA. Die beiden erwähnten Länder sind sog. Hochpreisländer, dort sind medizinische Behandlungen extrem teuer und somit lässt sich das die HanseMerkur natürlich auch in Form von höheren Prämien zahlen (die haben ja auch das Risiko). Und natürlich die Laufzeit. Hier sind maximal 5 Jahre möglich.

Wir haben diesmal den Versicherungsschutz vorab für 17 Monate abgeschlossen.  Die Versicherung kann aber jederzeit nach der Rückkehr nach Deutschland die Versicherung gekündigt werden – zum Monatsende. Man muss nur nachweisen, dass man wieder in Deutschland ist und hier auch wieder immer noch gesetzlich versichert ist.

Wir haben diesmal pro Person € 59,- Monat für den weltweiten Versicherungsschutz OHNE Kanada und USA bezahlt – und da ist eine ganze Menge dabei (was man ja hoffentlich nie braucht).

Abschluss der Versicherung

Die Versicherung kann man schnell und problemlos online abschließen und zwar hier: Versicherung abschließen. Meist bekommt man den Versicherungsschein und noch ein paar zusätzliche Unterlagen recht zügig per Email, der Versicherungsschutz greift ab gewünschten Datum und nach Bezahlen der ersten Prämie. Fertig. Wir würden empfehlen, den Zeitraum eher länger als kürzer zu wählen, wenn man noch nicht genau weiß, wie lange man unterwegs sein wird. Warum? Die Gewährung des Versicherungsschutzes durch die HanseMerkur ist freiwillig, es besteht kein Anspruch darauf. Und sollte man jetzt auf einer Reise schon ein paar Mal den Versicherungsschutz in Anspruch genommen haben und will dann verlängern, kann es sein, dass die HanseMekur dies ablehnt, da man ja schon recht viele Kosten verursacht hat.


Unterwegs im Land

Verhaltensregeln

  • Gelassenheit. Das ist die wohl erfolgreichste Tugend, die man zu Tage legen sollte in der Mongolei – gerade auf Behörden oder an Grenzen. Grundsätzlich werden die Dinge in der Mongolei einfach ein bisschen langsamer angegangen – da hilft es auch nichts, sich groß zu ärgern.
  • Mongolen wirken oft teilnahmslos oder stoisch, aber mit Freundlichkeit und einem netten Lächeln wird einem selten eine Bitte abgeschlagen.
  • Eile gilt als unhöflich – gerade wenn man eingeladen wird, sollte man sich auch ein bisschen Zeit nehmen.
  • Bei eventuellen Besuchen in Jurten sollte man darauf achten, dass
    • man beim Betreten nicht die Türschwelle mit den Schuhen berührt
    • man beim Betreten nicht den Kopf am Türstock schlägt (Unglück)
    • es eine traditionelle und strenge Platzordnung in der Jurte gibt (also nur dahin setzen, wo einem angezeigt wird)
    • man bei einem Besuch der Jurte zwar die Schuhe trage darf, aber die Sohlen weder zum Feuer, zum Hausvater oder auf Personen zeigen dürfen
    • man alles, was einem angeboten wird (auch vergorene Stutenmilch) wenigstens symbolisch probiert.
  • Händeschütteln ist in der Mongolei unüblich. Die Begrüßung erfolgt lediglich durch Blickkontakt.
  • Anstatt sich zu umarmen (mit Mongolen) wird die Luft unter großem Getöse durch die Nase gezogen (ein Zeichen des Respekts).
  • Wird einem Tee oder gar ein Geschenk angeboten, so nimmt man es mit beiden Händen entgegen.

Kleiderordnung

Dazu steht im wirklich guten Reiseführer Mongolei aus dem Reise Know-How-Verlag folgendes: “Auch wenn die Mongolei ein sehr liberales Land ist und man oft Mongolinnen in kurzen Röcken oder mit tief ausgeschnittenen Oberteilen sieht, sollte man sich als Touristin lieber nicht aufreizend kleiden. Das könnte leicht missverstanden werden“.

Fotografieren

Wie in fast allen Ländern besteht absolutes Fotografierverbot in der Nähe von militärischen und Sicherheitseinrichtungen. Ein Nichtbeachtung kann zu langwierigen Diskussionen führen.

Auch wird davon abgeraten, auf großen Märkten zu fotografieren; aber hauptsächlich, weil es Diebe auf die teure Ausrüstung aufmerksam machen könnte.

Einkaufen

Quelle: www.odenwald-fruechte.de

Es ist nicht immer ganz einfach, in der Mongolei an frische Lebensmittel zu kommen. Viele der Nomaden bauen für den Eigenbedarf an, Fleisch entnehmen sie den Herden und somit ist das Angebot in Lebensmittelläden oder Supermärkten außerhalb von Ulaanbaatar eher überschaubar. Ein paar Basics gibt es immer, was es aber wirklich immer und fast überall gibt, ist deutsches Apfelmus der Firma Odenwald; manchmal kommt man zusätzlich auch noch über ein nicht ganz kleines Sortiment an Produkten der deutschen Supermarktkette Edeka – die haben irgendwie einen guten Lieferweg in die doch weit entfernte Mongolei gefunden.

 

Frischwasser

An Frischwasser zu kommen, ist in der Mongolei wirklich einfach. In so gut wie allen Dörfern gibt es irgendwo im Zentrum oder an größeren Strasse so genannte “Wasserhäuser”.

Wasserhaus in Ölgii

Das sind wie eine Art “Wasserkiosk”, an dem sich auch die Bevölkerung ihr Trinkwasser (in Kanistern) holt. Das Wasser kostet immer ein bisschen was, aber auch wenn wir um die 200 Liter “getankt” haben, so haben wir nie mehr wie € 1 – 2 bezahlt.

Man sollte nur beachten, dass die Wasserhäuser Öffnungszeiten haben. Welche genau, ist schwer zu sagen. Oft waren die Häuschen verschlossen, aber nach ein bisschen rumfragen tauchte meist bald der “Wasserhäuschen-Chef” auf und wir konnten “zapfen”.

Klar, dass die dort jetzt keinen Gardenaanschluss haben, wo man sich einfach dranstöpselt und los geht’s. Wir haben das Problem derart umschifft, dass wir immer einen 20-Liter- Eimer gefüllt haben und das Wasser aus diesem in den Tank gepumpt haben (während die Pumpe lief, einfach mit zweiten Eimer nachfüllen).

Alkoholismus

Leider ist Alkoholismus in der Mongolei ein weit verbreitetes Problem, wenngleich gemäß verschiedenen Statistiken russische (15,1 lt.), kanadische (10,2 lt.) oder sogar die asketischen japanischen (7,2 lt.) noch vor den mongolischen (6,9 lt.) Trinkern einzuordnen sind (Mengen jeweils pro Kopf und reiner Alkohol).

Trotzdem sind uns gerade in der Mongolei sehr viele recht gut besoffenen, meist jüngere Männer über den Weg gelaufen. Wir hatten diesbezüglich auch nie Ärger, aber gerade wenn sich die jungen Männer in Gruppen rotten, sollte man ein bisschen auf der Hut sein. In den meisten Fällen trifft man aber eher weniger b’soffne Jungs, meist fallen nur an den Strassenrändern der größeren Strassen, die aus Ortschaften heraus (oder hinein) führen, Berge von leeren Vodakflaschen auf.

Unterwegs in Ulaanbaatar

Ulaanbaatar ist eine große Stadt mit fast 1,5 Millionen Einwohnern (knapp 50% der Gesamtbevölkerung) und dementsprechend geht es hier auch zu. Durch die Strassen quetschen sich Tag und Nacht endlose Kolonnen von Fahrzeugen, einen nennenswerten öffentlichen Nahverkehr gibt es nicht wirklich, und die Busse, die es gibt stehen im selben Stau.

In Ulaanbataar hilft nur Laufen oder es für längere Distanzen mit dem Taxi zu probieren. Da beides für eine wirklich ausgedehnte Besichtigungstour nicht wirklich ideal ist, haben wir uns kurzerhand für einen Tag einen Mietwagen genommen und waren auf diese Art (abgesehen vom Stau) sehr frei und flexibel unterwegs.

Quelle: Reise Know-How, “Mongolei”, Fischer und Funk, 1. Auflage 2015/2016, Seite 12

Das berühmte Oasis-Guesthouse in UB

Im Jahr 2006 hat der in die Mongolei ausgewanderte Österreicher Rene Poeschko in Ulaanbaatar das legendäre Oasis-Guesthouse (https://guesthouse-oasis.mn), DER Treff für alle Overlander in der Mongolei eröffnet. In den nächsten 7 Jahre hat es das “Oasis” mit viele Liebe zum Detail, sehr sorgsam und mit viel Augenmerk auf die Bedürfnisse von Fernreisenden aufgebaut.

Im Jahr 2013 haben dann aber (sehr zum Bedauern von Rene) die Eigentümer des Grundstücks hier die Regie übernommen und auch wir haben von vielen Reisenden die uns entgegenkam gehört, dass das “Oasis” nicht mehr das sei, was es mal war: es sei dreckig und heruntergekommen, von den Eigentümern als reiner “profit-center” betrieben, währenden die teure deutsche Limousine des Eigentümers vor der Tür parke. Wir haben uns das “Oasis” von außen angeschaut und es machte in der Tat den Eindruck, dass es ein wenig in die Jahre gekommen ist und ein bisschen liebevolle Pflege brauchen könnte.

Als Tipp haben wir aber “gesteckt” bekommen, dass eben jener Rene sein etwas ausserhalb der Stadt gelegen Grundstück in ein neues Camp für Fernreisende umwandelt (https://www.facebook.com/RiverPointMongolia/). So sind wir (die Berichte klangen wirklich gut) auch dorthin und haben Ulaanbaatar vor dort aus besichtigt. Und wir müssen sagen, dass das neue Camp, die River Point Lodge (liegt wirklich an einem Fluss) sehr nett ist, die Annehmlichkeiten wie Duschen, Waschmaschinen, Bar und Restaurant sind wirklich schön gemacht. Einzig die Hanglage des Grundstückes macht es nicht gerade einfach, einen guten Stellplatz zu finden. Daher unser Tipp: schickt Rene einfach ein paar Tage vor Ankunft eine WhatsApp (+43 664 3963840) und “reserviert” einen ebenen Platz.

GPS: N 47° 55′ 36.1 E 107° 9′ 37.8″ – mehr Details unten im Kapitel “Nützliche Adressen/Koordinaten”

Internet/VPN

Ob und wie weit die Mongolei das Internet zensiert – gute Frage. Dem Gesetz nach heißt es hierzu: “Freedom of speech and of the press are protected under Mongolian law…”, man liest aber hin und wieder von Anklagen gegen mongolische Oppositionelle, die angeblich Böses auf facebook gepostet haben; wenn denn nun aber freie Meinungsäußerung in der Verfassung verankert ist, dann dürften die ja nicht verhaftete werden, oder? Wir empfehlen trotzdem, wenn möglich, ein VPN zu benutzen…

Viele Hotels, Shopping Center oder Ähnliches bieten W-Lan an, oft auch ohne Passwortschutz – aber die Übertragungsrate ist miserabel. Nur in Ulaanbaatar ist es deutlich besser.

Was ist VPN?

VPN steht für “private virtual network”. Letztendlich “tarnt” das VPN-Programm dem lokalen Server einen falschen Standort vor. So kann man in den Einstellung der VPN-Programme seinen vorgetäuschten Standort wählen, z.B. Nürnberg oder auch Rio de Janeiro und so glaubt der lokale Server in Usbekistan, man sei auch an diesem Ort. So lassen sich alle gesperrten Internetseiten problemlos öffnen und benutzen.

ExpressVPN

Bildschirmfoto 2019-05-06 um 13.49.30Für den Computer haben wir das Programm Express-VPN genutzt. Das ist einfach in der Handhabung und lässt sich recht intuitiv bedienen. Kostet aber. Je nach ausgewähltem Angebot (Dauer, Umgang) so zwischen € 7,- und € 13,- und muss als Programm auf den Computer geladen werden. Mehr Infos unter https://www.expressvpn.com/de.

BetternetVPN

Für die Smartphones haben wir einen anderen Anbieter gewählt: Betternet VPN. Von der App gibt es eine Gratisversion, die schon nicht schlecht ist (gilt aber leider nur für 7 Tage), die Premiumversion für € 11,99,- ist dann richtig gut. Mehr Infos unter https://www.betternet.co.

Kostenlose VPN-Provider

Oft und viel haben wir über das kostenlose Programm VPN 360 gelesen und es auch probiert. Bei uns hat das irgendwie nicht geklappt, aber es heißt ja auch “nicht die Sache ist doof, sondern der Benutzer”.

Der Markt gibt viele kostenlose VPN-Programme her, wir empfehlen einfach (und das gilt auch für die Bezahl-Versionen), sie zu Hause auszuprobieren; dabei stellt jeder schnell fest, was einem taugt und was nicht.

Fazit

Ob die Bezahl-Versionen jetzt besser oder schlechter sind, dass können und wollen wir nicht entscheiden – uns hat bei BetternetVPN und ExpressVPN einfach die Benutzeroberfläche besser gefallen.

Verkehrskontrollen

In der Mongolei ist Fahren mit Alkohol ein absolutes No-Go; es gilt eine Promille-Grenze von 0,0 Promille und die wird auch kontrolliert. Wir haben durchaus einige dieser Kontrollen gesehen (ohne jemals selber kontrolliert zu werden) und die Strafen müssen drakonisch sein. Wir haben mit einem Europäer gesprochen, der in der Mongolei lebt und nach 2 Bierchen am Abend kontrolliert wurde: Fahrzeug erst mal konfisziert, Führerschein für ein paar Monate eingezogen und angeblich ein paar hundert Dollar Strafe.

Ansonsten sind Verkehrskontrollen eher selten.

Navigation

In der Mongolei soll es eine Straßennetz von über 50.000 Kilometern geben, wovon gerade mal 10% geteert sind. Ok, man fährt ja auch nicht wegen der Teerstrassen in die Mongolei…

Der Rest sind Pisten kreuz und quer durch die Landschaft, teils bis zu 10-spurig nebeneinander. Ortsschilder gibt es so gut wie nie und wenn, kann man sich nicht sicher sein, ob mal jemand dagegen gefahren ist und der Pfeil daraufhin in die falsche Richtung zeigt.

Um sich wirklich und sicher in der Mongolei zurecht zu finden sollte (muss) man ein GPS-Gerät dabei haben. Nur so ist eine sichere Orientierung gewährleistet, wenn man alleine unterwegs ist.

Wir haben das Programm “Quo Vadis” mit den kostenlosen OSM-Karten dabei gehabt und das hat gut geklappt. Erstaunlich gut funktioniert auch maps.me in den Weiten der Steppe. Wir empfehlen trotzdem immer noch, eine Papierkarte als Notfall-Back-up dabei zuhaben (mehr Info unten im Kapitel “Kartenmaterial”).

Strassenzustand

Tja, der Strassenzustand ist so eine Sache in der Mongolei. Wie ja schon geschrieben, soll das mongolische Strassennetz 50.000 Kilometer umfassen, 90% davon sind Piste. Und die meistens eher schlecht als recht! Irgendwie gehört das ja zum Spaß dazu, aber wenn man an manchen Tagen in 8 Stunden Fahrzeit keine 100 km schafft, dann ist das auch ein Thema (schließlich erlaubt das Visum ja nur 30 Tage Aufenthalt in der Mongolei). Sicher, man kann jetzt auch schneller über die Pisten “preschen” aber ob das dann dem Fahrzeug so gut tut…

Hier mal ein paar Impressionen, die trotz allem Lust auf das Gehoppel machen…

Die Hauptstrasse südlich von Ölgii

 

Auch eine Hauptstraße; diesmal von Ulaangom nach Zueuegov

Telefonie

Wie ja schon erwähnt, ist die Mongolei recht dünn besiedelt und entsprechend ist die Abdeckung mit mobilem Internet/Handyempfang. In der näheren (und auch manchmal weiteren, bis zu 30 km) Umgebung der Aimag-Zentren oder Dörfern hat man aber oft ganz ok Empfang, meist sogar LTE – ob das jetzt aber wirkliches LTE ist, was da durch die Leitungen fliest oder eher 2G oder 3G, gute Frage; schnell ist es meist nicht, aber recht stabil.

In der Mongolei gibt es insgesamt vier Netzwerkbetreiber:

  1. G-Mobile
  2. Mobicom (der größte Anbieter)
  3. Skytel
  4. Unitel

Wir hatten pre-paid SIM-Karten von Skytel und Unitel und sind damit ganz gut durch gekommen. Es macht den Eindruck, dass jeder Anbieter so seine Regionen hat, diese aber teilweise von Aimag zu Aimag wechseln. Oft war es so, dass wenn der eine Anbieter gerade mal nur einen Balken hatte, der andere vollen Ausschlag mit LTE. Wir haben einfach immer ein bisschen rumprobiert und wenn es mal nicht funktioniert hat, da war ein Abend ohne WhatsApp und Werbeemails auch sehr schön.

Für uns hat nichtsdestotrotz Unitel als der beste Anbieter dargestellt, den wir auch guten Gewissens empfehlen können. Die Preise für die Datenpakete halten sich in Grenzen: wir haben 15 GB für ca. € 10,- bekommen, die Karte war nach Aktivierung entweder 20 Tage oder bis zum Verbrauch des Datenvolumens gültig. Wer also viel Datenvolumen braucht, sollte sich vielleicht gleich zwei Karten besorgen (wobei es die fast überall gibt).

Bezahlen / Geldwechsel

In größeren Städten (der auch den Aima-Zentren) ist ein Bezahlen mit Kreditkarten durchaus möglich, aber trotzdem gilt “cash is king”. Davon sollte man auf jeden Fall genug für die geplante Tour dabei haben; es wird empfohlen, nur in offiziellen Banken Geld zu wechseln, da anscheinend viel Falschgeld im Umlauf ist.


Nützliche Adressen / Koordinaten

Grenzübergänge

  • Grenzübergang No. 1 von Tsagaannuu-Tashanta: (Russland – Mongolei); dies ist der eigentliche Grenzübertritt (über die Grenzlinie) mit einfacher Kontrolle, die richtige Kontrolle erfolgt später (hier geht’s zu den Reisetipps Russland). GPS: N 49° 38′ 35.57″ E 89° 26′ 33.31″
  • Grenzübergang No. 2 von Tsagaannuu-Tashanta: Die eigentlich Grenzkontrolle samt Zoll und allem was dazugehört befindet sich ca. 6 km landeinwärts. Geöffnet: Montag bis Samstag, 9 – 18 Uhr, Mittagspause 12:45 – 14:00 Uhr. GPS: N 49° 36′ 32.6″ E 89° 28′ 6.5″
  • Grenzübergang Altanbulag: (Mongolei – Russland); Wir reisen über den Grenzübergang nördlich von Ulaanbaatar auf der Straße von Dachan bzw. Ulaanbaatar (Mongolei) nach Ulan Ude (Russland) aus. Das schöne an der Strecke ist, dass sich nach langer Zeit in der baumlosen Steppe die Natur verändert, es tauch wieder Wälder und grüne Bäume auf (hier geht’s zu den Reisetipps Russland). GPS: N 50° 19′ 18.33″ E 106° 29′ 22.65″
  • Grenzübergang Erenhot: (Mongolei – China). Wir haben diese Grenze nicht passiert, hier nur der guten Vollständigkeit halber die Koordinaten. GPS: N 43° 41′ 44.0″ E 111° 56′ 13.9″

Behörden

  • Ölgii Immigration Office: Ölgii ist neben Ulaanbaatar (angeblich) der einzige Ort, an dem sich das Visum verlängern lässt. Freunde von uns haben berichtet ,es geht einfach und schnell (siehe Kapitel “Visum”). GPS: N 48° 58′ 04.02 E 89° 58′ 08.78″
  • Ulaanbaatar Immigration Office: auch hier lässt sich das Visum verlängern. Nahe dem Chinggis Khaan Flughafen. Geöffnet Mo. – Fr. 8:00 – 17:00 Uhr. GPS: N 47° 51′ 12.62″ E 106° 46′ 56.85″

Stellplätze

Hier mal ein Beispiel, wie man in der Mongolei schön und einsam in der Steppe wild campen kann.

Zwischen Ulaanbaatar und der russischen Grenze bei Altanbulag

Zwischen Ulaanbaatar und der russischen Grenze bei Altanbulag, GPS: N 49° 18′ 7.2″ E 106° 12′ 45.9″

In der riesigen Mongolei kann man eigentlich fast überall wild campen; einzig sollte man darauf achten, dass der Untergrund nicht sumpfig ist (oder nach Regen werden kann). Deshalb hier nur ein paar Stellplätze, die entweder besonders oder auf Grund der Lage hilfreich sind. Ansonsten: viel Spaß beim Suchen nach tollen Plätzen.

  • Tashanta (Russland): Wir haben wirklich direkt vor der mongolisch-russischen Grenze im Örtchen Tashanta übernachtet, obwohl dies ja eigentlich nicht erlaubt ist (nahe der russischen Grenze darf man nirgends wild campen). Wir haben das dahin gehen umgangen, als das wir uns einfach vor einem Hotel (gegenüber der grünen Tankstelle, letzter Diesel vor der Grenze) in Tashanta auf den Parkplatz gestellt haben (das hat auch niemanden interessiert). Somit waren wir nah an der Grenze und wir konnten gleich in der Früh erst aus Russland ausreisen und später in Mongolei einreisen (hier geht’s zu den Reisetipps Russland). GPS: 49° 43′ 19.4″ E 89° 11′ 10.7″
  • Ulaanbaatar River Point Lodge: etwas außerhalb der Stadt in einem ruhigen Wohngebiet direkt am Fluss gelegen, eingezäuntes und bewachtes Gelände, Bar mit WiFi (eher langsam), schöne Duschen und saubere Waschmaschinen (stolze 6 $ US-Dollar/Ladung). Stellplatz 15 $ US-Dollar/Person/Nacht. Mehr Infos zu dem Platz auch oben im Kapitel “unterwegs im Land”. GPS: N 47° 55′ 36.1″ E 107° 9′ 37.8″
  • Ulaanbaatar Oasis Guesthouse: wir haben ja schon im Kapitel “Unterwegs im Land” darüber geschrieben. Hier nur der Vollständigkeit halber die Koordinaten: GPS: N 47° 54′ 41.97″ E 106″ 58′ 57.89″
  • Shaamar: idealer Stellplatz, entweder, wenn man gerade aus Russland gekommen ist oder wenn es am nächsten Morgen dahin gehen soll. Der Platz liegt ein paar hundert Meter abseits der Strasse zwischen einigen Bäumen; die Einfahrt befindet sich an der Hauptstraße direkt gegenüber einer Tankstelle. Dem nach links folgen, bis zu den ersten Baumgruppen und jetzt hinstellen, wo es gefällt. GPS: N 50° 6′ 48.4″ E 106° 13′ 55.3″
  • Erdenezuu-Kloster: vor dem Haupteingang befindet sich ein großer, ebener Parkplatz mit ein ein paar Souvenir- und Essenständen. Wir sind geblieben, weil es in Strömen angefangen hat zu schütten, stört hier niemanden, ab 21.30 Uhr ist eh Ruhe. GPS: N 47° 11′ 58.4″ E 102 50′ 33.2″
  • Tsetserleg: ein paar Kilometer außerhalb der Stadt mitten in der Steppe an sanften Hügeln mit gutem Handy- und Internetempfang. GPS: N 47° 27′ 57.7″ E 101° 41′ 14.0″
  • Tsakhir: kurz hinter dem Ort (in Richtung Osten fahrend) über einen kleinen Bergkamm geht es links von der Strasse an einem Weidezaun entlang. Schöner Blick auf einen kleinen See vor Bergen, später kamen noch viele Pferde zum Grasen vorbei. GPS: N 48° 5′ 50.0″ E 99° 9′ 55.8″
  • Ölgii: nicht weit von der russisch-mongolischen Grenze bei Tsagaannuu-Tashanta (Westen des Landes), mitten in der Steppe. Schöne Abendsonne über die Weiten des Landes; schöne Einstimmung oder Ausklang in/von die/der Mongolei. GPS: N 49° 4′ 44.9″ E 89° 53′ 44.1

Frischwasser

  • Ölgii: nach ein bisschen Suchen haben wir ein junges Mädchen gefunden, das uns das Wasserhaus aufgesperrt und Wasser verkauft hat. Für knapp 400 Liter haben MGT 5.000,- (= ca. € 1,80). GPS: N 48° 56′ 46.7″ E 89° 57′ 56.3″
  • Ulaangom: Wasserhaus am Strassenrand, sehr beliebt bei Einheimischen. GPS: N 49° 59′ 17.1″ E 92° 3′ 17.6″
  • Karakorum: wirklich gutes Wasserhaus; da sitzt einer drinnen und dreht immer nach Bedarf den Hahn auf (so rechnet er auch ab); alles sauber und ordentlich. 200 Liter kosteten MGT 1.200 (=ca. € 0,44). GPS: N 47° 11′ 26.0″ E 102° 48′ 58.7″

Einkaufen

  • Ulaanbaatar: State Department Store; großes Einkaufszentrum mit dem normalen Angebot; hervorzuheben ist der wirklich gute Supermarkt im Untergeschoss. Sehr zentral gelegen und daher extrem schwer zu parken. GPS: N 47° 55′ 01.08″ E 106° 54′ 22.16″
  • Ulaanbaatar: Mercury Market; dieser wirklich gute und riesige Supermarkt ist recht zentrumsnah, großer Parkplatz mit eifrigem Wächter. Hier finden sich viele deutsche Produkte u.a. von EDEKA. Wenn man einen guten Supermarkt in UB sich, dann ist es der hier. GPS: N 47° 54′ 43.59″ E 106° 54′ 14.67″

Werkstatt

  • Ulaanbaatar: wir mussten zum Glück nicht hin, Freunde von uns aber schon. Die Werkstatt von Yak-Mobil (https://www.facebook.com/yakmobil/) muss wirklich sehr, sehr gut sein, die Jungs gelten als die besten Techniker der Mongolei, müssen extrem hilfsbereist sein und können fast alles reparieren. GPS: N 47° 53′ 53.48 E 106° 43′ 58.84″

Sonstiges

  • Tsagaannuur: Mini Markt mit SIM-Karten-Verkauf. Wir haben uns hier eine Skytel-Karte mit 4 GB, 3 Monate gültig für MGT 10.000 (= ca. € 3,60) gekauft. SIM-Karte hat gut funktioniert, der Mini Markt ist jedoch überschaubar. GPS: N 49° 30′ 19.8″ E 89° 43′ 43.8″

Großes Kino

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Ein sehr ruhiger und unaufgeregter Bild über das hart Leben der mongolischen Nomaden, die tiefe Verbundenheit zu ihrem Land und ihrer Familie sowie zu ihren Tieren. Sehr schöner, melancholischer Film, der ein gutes Bild der Mongolei liefert.


Reiseführer

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Ein sehr empfehlenswertere Reiseführer, viele Details, gute Stadtpläne. Besonders haben uns die vielen Informationen über Landschaft, Natur, Gesellschaft und Kultur gefallen. Die “Praktischen Reisetipps” (immerhin 43 Seiten) sind sehr hilfreich. Sicher ein “Klassiker” über die Mongolei, der in keinem Reisegepäck fehlen sollte.


 

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Die neu gestalteten Reiseführer aus der Reise-Handbuch-Serie sind angenehm übersichtlich und sehr informativ gemacht. Das Buch über die Mongolei ist klasse, mit vielen spannenden Details und sehr nützlichen Tipps.


 

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Wir waren noch mit der Ausgabe von 2015 unterwegs und ehrlich gesagt kann man nur hoffen, dass die neue Auflage besser ist. Wenig hilfreich, teils konfus geschrieben, ist das Buch von 2015 eher Ballast als Hilfe.


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Wir waren leider noch mit der 2014er Ausgabe in der Mongolei; viele Tipps waren noch gut, aber man hat schon gemerkt, dass die Mongolei ein Land im steten Wandel ist und so manches ein bisschen outdated war. Trotzdem ein gutes Buch und in vielen Aspekten Lonely Planet-typisch gut.


Kartenmaterial

In der Mongolei soll es ein Straßennetz von über 50.000 Kilometern gegen, wovon gerade mal 10% geteert sind. Ok, man fährt ja auch nicht wegen der Teerstrassen in die Mongolei…

Der Rest sind Pisten kreuz und quer durch die Landschaft, teils bis zu 10-spurig nebeneinander. Ortsschilder gibt es so gut wie nie und wenn, kann man sich nicht sicher sein, ob mal jemand dagegen gefahren ist und der Pfeil daraufhin in die falsche Richtung zeigt.

Um sich wirklich und sicher in der Mongolei zurecht zu finden sollte (muss) man ein GPS-Gerät dabei haben. Nur so ist eine sichere Orientierung gewährleistet, wenn man alleine unterwegs ist.

Wir haben das Programm “Quo Vadis” mit den kostenlosen OSM-Karten dabei gehabt und das hat gut geklappt. Erstaunlich gut funktioniert hat auch maps.me in den Weiten der Steppe. Wir empfehlen, trotzdem immer noch eine Papierkarte als Notfall-Back-up dabei zuhaben (mehr Info unten im Kapitel “Kartenmaterial”).

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Sehr gute, übersichtliche Karte, deren größter Vorteil ist, dass das gesamte Land auf einer Seite abgebildet ist. Auch sehr hilfreich sind die vielen eingezeichneten Sehenswürdigkeiten. Der Maßstab von 1:2 Mio. ist für ein so riesiges Land ausreichend. Teils in kyrillischer Schrift (hilft oft). Mehr Infos unter: www.gizimap.com


 

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Diese Karte ist wirklich gut, hilft beim Planen und Reisen. Sehr übersichtlich gestaltet, viele Informationen, teils in kyrillischer Schrift (hilft oft). Würden wir auf keinen Fall daheim lassen. Der Maßstab von 1:1,6 Mio. ist sehr gut.


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Dinge ändern sich, immer wieder. Wir haben uns viel Mühe gegeben, die oben angeführten Informationen sorgfältig zusammen zu tragen. Dennoch spiegeln diese nur unsere Erfahrungen wieder. Sollte sich irgendetwas geändert haben, neuere/aktuellere Informationen verfügbar sein, so würden wir uns sehr über Post von euch freuen. Je mehr Informationen wir hier sammeln können, desto aktueller, hilfreicher ist es für alle Traveller – schließlich sind gute Informationen schon fast die halbe Miete.

Also, wer Ideen, Erfahrungen und Hinweise zu Korrekturen (mit-)teilen will, hat über das Icon unten die Möglichkeit, uns eine Email zu schicken (zu gewinnen gibt es aber leider Nichts…).

 

… und ab geht die Post. Wir sagen schon mal Danke für euer Feedback, Änderungen und/oder Anregungen!