Im Süden vom Westen

Zwischen Wäldern, Meer und Wein

11.02. – 26.02.2016

Die Zeit in Perth ist letztendlich wie im Flug vergangen. OK, wir hatten ja auch die ein oder andere Herausforderung, aber jetzt nach drei Wochen City sind wir froh loszukommen. Perth ist eine tolle Stadt, deren Charme sich vielleicht nicht sofort zeigt, bietet die Stadt doch keine so weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie vielleicht Sydney oder Melbourne und steht sicherlich nicht bei vielen Reisenden ganz oben auf dem Wunschzettel. Uns hat Perth sehr gut gefallen, wir haben eine tolle Zeit verlebt, viel erlebt und einiges durchlebt ;-)). Fast ein bisschen schwermütig ob des Abschiedes packen wir zusammen. Das Abenteuer Australien 2016 kann beginnen!

Vor fast genau 5 Jahren sind wir von fast genau identischer Stelle aufgebrochen. Damals nach Norden. Heute geht es wetter- und straßenzustandsbedingt gen Süden. Wir folgen dem Lauf der Küste nach Süden und sitzen glücklich in Aloisius und lassen die ersten „neuen“ Eindrücke auf uns wirken. Waren wir doch schon einmal hier, so haben wir heute den Routenverlauf geändert, lassen uns sehr viel mehr Zeit, lassen uns einfach treiben. Die ersten Tage kurven wir durch die herrliche Margaret River Region, eine lebhafte, quirlige und von Innovation geprägte Weinregion mit tollen Wäldern und einer wunderschönen Küste. Am Cape Naturaliste wandern wir entlang der Brandung, erklimmen hohe Kliffs, besichtigen mehrere Höhlen und Weingüter und genießen das ein oder andere Glas Wein frisch vom Fass. Herrlich oder wie sagen die Aussies: „No Worries“!

Das Innenland fasziniert uns und mit seiner hügeligen und abwechslungsreichen Landschaft, eine Mischung aus Farmland, gespickt mit pechschwarzen Rindern und dichtem, duftendem Eukalyptuswald. Und überhaupt diese Wälder; anders als bei uns daheim sind die Wälder hier sehr licht, hell, fast freundlich. Die weiß-gräuliche Rinde des Eukalyptus und die pfefferminzgrünen Blätter reflektieren das Licht bis an den Waldboden hinab. Im Herzen der Wälder an kleinen Flußläufen liegen hübsche, kleine Örtchen wie Bridgetown und Nannup, die eine sympathische, familiäre Atmosphäre ausstrahlen.

Und einmal mehr beeindrucken uns die gigantischen Karribäume, die ausschließlich hier im Südwesten Australiens wachsen. Die Bezeichnung „Giginaten der Wälder“ ist fast noch untertrieben: teil 90 Meter hoch und mit einem Stammumfang von bis zu 13 Metern sind dass schon echte Kaventsmänner. Und alt. Sehr alt. Ein paar hundert Jahre können sie schon werden. Wir können uns kaum satt sehen daran.

Apropos sattsehen: Gleiches gilt auch für den Küstenabschnitt zwischen Walepole und Esperance. Man könnte die rauen, felsigen Kliffe, die weißen, sandigen Buchten, das türkisblaue Meer, die hohen Dünen und die markante, teils einzigartige, oft endemische Vegetation einfach als traumhaft schön deklarieren. Doch irgendwie wird es der Szenerie nicht wirklich gerecht. Es ist einfach sagenhaft. Sagenhaft schön, sagenhaft beeindruckend. Wir baden im türkis-blauen Meer, spazieren kilometerlang an einsamen Stränden entlang, finden malerische Schlafplätze und suchen kleine Tracks durchs Buschland – damit Aloisius auch auf seinen Spaß hat und wir unseren Nervenkitzel bekommen. Doch das Buschland ist hart und zäh, die Tracks schmaler als gedacht und es dauert nicht lange, bis  Aloisius die ersten kleineren Schrammen und Blessuren davonträgt. An der ein oder anderen Stelle, wenn auch alles Sägen und Hoffen nichts mehr bringt, müssen wir aufgeben und zurückfahren. Egal. Wir haben unheimlich viel Spaß, genießen die Zeit mit Norbert und Rita, mit denen wir nun schon eine ganze Weile zusammen diese wunderschöne Ecke Australiens bereisen.

Obwohl wir diese Gegend ja bereits 2011 erkundet haben, entdecken wir immer wieder Neues und erleben tolle Dinge. So besteigen wir diesmal zum Beispiel den Bluff Knoll im Sterling Range Nationalpark, mit 1.099 Metern einer der höchsten Berge Westaustraliens. Der Ausblick von oben ist einzigartig! Und im Fitzgerald River Nationalpark erwartet uns eine einzigartige Vegetation (UNESCO Biospährenreservat) und zahlreiche Tiere. Echsen flitzen blitzschnell über die Straße, Wallabis hüpfen von Gebüsch zu Gebüsch und unzählige Emus sieht man im Horizont verschwinden. Das Wetter wird nach ein paar kühlen und regenreichen Tagen wieder besser und wir freuen uns auf ein paar schöne Tage in und um Esperance mit seinen weißen Stränden, mehreren kleinen Nationalparks und dem Pink Lake – ein kleiner See, der sich bei gewissen Wetterbedingungen eben pink verfärbt. Vielleicht haben wir ja Glück….

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  1. Alexa 3 Jahren ago Reply

    Liebe Tina, Lieber Jakob!!

    Das sieht soo schön aus, unglaublich – die Bilder sind besonders. Aber immerhin scheint hier heute auch einmal die Sonne. Geniesst die Zeit! Euch ganz liebe Grüße von eurer Alexa

  2. birdfarm team 3 Jahren ago Reply

    supi gut , pöööööörfekt

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