Wieder daheim

Nach der Reise ist vor der Reise!

05.03.2009

PFIAD EAHNA GOHD IN MINGA

Nun sind wir also tatsächlich wieder im Land der Knödel (bayerisch für einen Kloß), Gelbe Rüben (für Karotten), Topfen (für Quark) und Wurscht (für Wurst) angekommen.

A’d Woch davor wars gscheit koid in Minga und lang werds nimmer dauern, bis’s wieda schneibt. A so a Sauweda heit. Und es ist der 5. März 2009. 355 Tage oder 8.250 Stunden oder 511.200 Minuten oder sagenhafte 30.672.000 Sekunden waren wir auf Reise. Und nun? Nun, gute Frage! Wir sind wieder da. Um 5:45 Uhr in der Früh landet unser Flieger aus Singapur! „Welcome to Munich. We just landed at the Franz-Josef Strauß Airport in the Erdinger Moos. Pease remain sitzengeblieben until the Flugzeug is geparkt and the Türen are offen to go raus in the Saukälte!“

Am Abend davor sind wir bei angenehmen 29,5°C nachts um 22:00 Uhr missmutig und der Zukunft ungewiss in den Terminal gegangen und knappe 14 Stunden später stehen wir bei Niesel- und Schneeregen bei grusigen 5°C (gefühlte -29,5°C) unter dem Vordach des Franz-Josef Strauß Airports im Erdinger Moos. Dahoam is dahoam.

Irgendwie komisch. Einmal um die Welt und das aus einem Moor oder Moss heraus. MUC – World – MUC! Als wir das letzte Mal hier standen, war es das Osterwochenende 2008 und wir gespannt wie die kleinen Kinder. Was wird das nächste Jahr bringen? Wo wird es uns hinbringen? Nur war für uns damals nicht die Frage, was des Osterhase in das (verschneite) Nest gelegt hat, sondern was wir alles erleben, durchleben und sehen werden im großen Nest der Welt.

Heute, am Tag der Verfassung dieses (vorläufig!) letzten Textes – es ist der 17. Mai – sitzen wir auf unserem Balkon in Haidhausen, dem Franzosenviertel Münchens. Der Himmel ist so blau wie in den typischen Werbungen fürs idyllische Bayernland, die Biergärten voll und die Hängegeranien wollen noch nicht so wirklich hängen.

Die letzen beiden Monate waren vollgepackt mit Familie, der Telekom, der Post und all dem, wofür man Deutschland im Ausland schätzt – aber nur so lange, wie man mit den entsprechenden Behörden keinen Ärger hatte (die Familie ausgenommen!). Unser Telefon, tot. Kein Freizeichen! Abgeschaltet. Danke! Bezahlt? Ja klar! Ja dann, nun, dann schalten wir es halt wieder an. Zwei Wochen später war es dann soweit; wir konnten, nein durften den ersten deutschen Freizeichenton aus unserem eigenen Telfon hören. Post. Ein Jahr Post nachzubearbeiten dauert. Vorsorglich hatten wir im Großmarkt schon einmal Leitz-Ordner gekauft. Ungefähr so viele, als ob wir die Post der gesamten Stadt ablegen müssten. Was wir aber nicht haben. Dafür haben wir aber nun Ordner bis zum Sankt Nimmerleinstag.

Was uns an dieser Stelle ganz besonders wichtig ist, ist all jenen ganz herzlich zu danken, die es uns ermöglicht haben, sorgenfrei ein Jahr durch die Weltgeschichte bummeln zu können: unseren Familien für den Rückhalt, das Verständnis, dass man einmal im Leben was Verrücktes machen muss, unseren Freunden für vieles, insbesondere lokalen Tratsch und Klatsch, Frau R.S. für die Durchsicht unserer Post und das Erledigen etwaiger anfallender Probleme, der KGB für die Betreuung unterwegs, den Kulas und Biebingers für multimediales Obst und Gemüse unterwegs und ganz besonders denen, die es eh wissen. Danke euch allen!

Zwischen Juni 2008 und Mai 2009 haben 7.627 verschieden User unsere Homepage besucht. Diese kommen laut Statistik aus 33 Ländern, darunter Israel, Kolumbien, Japan, Süd Korea, Hong Kong oder Indien. Ganz zu Anfang unsere Reise meinte mal eine Freundin, dass sie ein bekennender Fan unserer Seite sei. Dass es mal so viele werden – damit hätten wir nie gerechnet.

Das letzte Jahr war für ein besonders und wird es auch immer bleiben. Es werden sicherlich noch viele weitere besondere Jahre folgen, dieses eine jedoch wird immer ein herausragend besonders bleiben.

Liebe Grüße und bis bald

Jakl und Tina

P.S.: Sollte es wieder los gehen, also in die weite, weite Welt hinaus, wir werden es euch wissen lassen. Hier und an dieser Stelle….

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