Tahiti

Stop over im Paradies!

17.01.2009 _ 30.01.2009

FRANZÖSISCH-POLYNESIEN: TAHITI UND BORA BORA

Wir haben Knut abgegeben. In die guten Hände eines, wie er sich selbst bezeichnet, Idioten. Erleichternd. Aber wir sind sicher, dass er (selbstverständlich nicht der Idiot, sondern Knut), gut und wohlbehalten in Bremerhaven ankommen wird.

Mit der Abgabe von Knut im Hafen beginnt für uns der „zweite“ Teil der Reise. Schon oft haben wir mit der Idee geliebäugelt, und nun ist es an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Inspiriert wurden wir von Jules Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“ aus dem Jahre 1873. Manche Ideen sind scheinbar ebenso alt wie gut. Schaut man sich die Welt an, flach auf dem Tisch ausgebreitet, so bleiben uns von L.A. aus nicht viele Optionen. Die USA haben wir zu großen Teilen gesehen, nach Südamerika wollen wir momentan nicht, und so bleibt eigentlich nur eine Richtung übrig. Let’s go west! Nur kommt in westlicher Richtung erst einmal nicht wirklich viel. Viel Pazifik und Himmel. Und Hawaii. Aloha-Hausen. Dort sind wir ja gerade erst hergekommen. Klar, dort ist es schön, und wir könnten sicher noch ein Weilchen dort verbringen.

Vive la France im Nirgendwo

Die Reise bringt uns in ein POM, genauer gesagt nach „Porinetia Farani“. Dieses POM liegt ungefähr auf den Koordinaten 15° 00′ Süd und 140° 00′ West. Aber was ist ein POM? Und wer oder was ist Porinetia Farani? Ein POM ist ein „Pays d’outre-mer“, ein französisches Überseeland. „Porinetia Farani“ ist der Name der Einheimischen für Französisch-Polynesien. Besser bekannt unter dem Überbegriff „Tahiti“! Tahiti – Inselparadies in der Südsee.

Ja, wir sind wirklich und leibhaftig auf der Insel Tahiti in Französisch-Polynesien angekommen. Mit einem knallblauen und bis auf den letzen Platz gefüllten Flieger der Air Tahiti Nui ging es abermals über die unendlichen Weiten des Pazifiks. Und über den Äquator. Wir sind nun wirklich auf dem Rückweg, in Etappen, nach Hause, nach München. Nur haben wir uns für den längeren Weg um die andere Seite der Welt herum entschieden. Wir wollen noch ein paar Stopps einlegen und dann so ziemlich genau nach 365 Tagen wieder bayerischen (dann wahrscheinlich noch kalten und winterlichen) Boden unter unseren Füßen spüren. Aber bis dahin ist es ja noch ein Weilchen. Und auf dem Weg liegt viel Sand. Sand zwischen unseren Zehen.

Französisch-Polynesien. Da werden Sehnsüchte wahr, Träume geweckt. Südsee. Barcadi Feeling. Es gibt wohl wenige Regionen auf der Erde, die derart exemplarisch für Paradies, türkisfarbenes Wasser, Palmen bewachsene Strände, farbenfrohe Korallenriffe oder Clownfische (das sind die lustigen und gestreiften Nemo-Fische) stehen.

Dieses Land mit seinen insgesamt 130 Inseln und Atollen, die zu fünf Archipelen gehören, umfasst eine Gesamtfläche von insgesamt 5.030.000 km². Das ist ziemlich genau die Hälfte der Fläche von Europa oder anders ausgedrückt: 14 Mal (!!!) die Fläche von Deutschland. Von diesen 5.030.000 km² sind jedoch lediglich ca. 3.000 km² Land. Der Rest ist Meer und nochmals Meer. Auf diesen 3.000 km² Land, bestehend aus 130 Inseln und Atollen, leben ca. 250.000 Menschen. Von diesen 250.000 Menschen leben wiederum knapp 68%, also 170.000, auf der Insel Tahiti mit deren Hauptstadt Papeete. Bleiben 129 Inseln für nicht einmal 80.000 Menschen. Pro Insel wären das statistisch gesehen 620 Bewohner. Jeder größere Wohnblock in einer deutschen Großstadt hat so viele Mieter.

Die jährliche Durchschnittstemperatur der Luft beträgt 26,9°C, die des Wassers sagenhafte 26°C. Das ist, als ob man in der Badewanne sitzen würde. Im Jahresmittel fallen 1.737 mm Regen (zum Vergleich: Köln 797 mm). Davon merken wir allerdings bemerkenswert wenig, obwohl von November bis April Regenzeit ist und wir, wie sollte es auch anders sein, mitten drin. Wir scheinen mit dem Wetter Glück zu haben und die wenigen Male, die es regnet, sind kurz und heftig. Monsun halt. Der Regen ist dann so warm, dass man sich in ihm richtiggehend duschen kann. Ein herrliches Erlebnis!

Tahiti – eine Île-de-France in der Weite des Pazifiks

Parlez-vous francais? Nein! Non! Also so ein bisschen schon, aber um ehrlich zu sein auch nicht (mehr) so wirklich gut. Die Sprache der Diplomaten, Weinbergschnecken- und Froschschenkelverkoster. Ein Stückchen Frankreich am anderen Ende der Welt. Am Mietwagenschalter heißt es nun nicht mehr „Hey, how are you“, die immer gleiche amerikanische Begrüßung mit integrierter Frage, dessen Antwort eh niemanden interessiert. Nein, jetzt heißt es „Bonjour, monsieur“, und wir finden wieder diese gewisse europäische Alte-Welt-Höflichkeit. Es tut gut. Vive la civilisation! Das Ganze hat nur, wie üblich in der kleinen französischen Welt, einen Haken: Franzosen, französische wie koloniale, vergöttern ihre Sprache. Als gäbe es nur diese eine, ihre eigene. Englisch ist die Sprache der Barbaren, der Unwissenden, der Spielverderber. Verzweifelt, machtverloren versucht Frankreich wenigstens seine sprachliche Weltmachtstellung (Wunschdenken) aufrechtzuerhalten.

So wird auch das Mieten eines Kleinwagens bei der renommierten und international agierenden Firma Avis eine kleine Herausforderung. Auf den verschiedensprachigen Homepages der Firma ist deren Motto „We try harder“ zu lesen. Auch, und das ist faszinierend, auf der französischen Seite. Ein kleines Sternchen weist jedoch den verständnislosen und sprachlich nicht versierten französischen Kleinwagenmieter auf die französische Übersetzung unten in der Ecke hin: „Décidés á faire mille fois plus“. Wir würden das ja grob als „Beschlossen, es tausendmal mehr zu machen“ übersetzen. Irgendwie ähnlich, doppeldeutig, fast schon schlüpfrig, aber doch so oder so grundlegend anders.

Der erste Eindruck von Tahiti, wir sind jetzt ja schließlich in der Südsee, ist nicht besonders südseeisch. Wo bitte sind denn die von Kokospalmen gesäumten Sandstrände, das türkisblaue Meer, die Riffe, die vielen bunten Fische? Wo bitte ist das versprochene Paradies? Tahiti ist definitiv nicht so, wie man sich die Südsee vorstellt. Tahiti ist eine betriebsame Insel, die Hauptstadt Papeete ist der Dreh- und Angelpunkt allen Lebens sowohl auf der Insel als auch im ganzen Land. Und das ist ja schließlich sehr, sehr groß. Man muss sich das mal vorstellen: halb Europa würde alle seine Güter, Waren, Essen, Trinken und Sonstiges aus einer einzigen Stadt mit 30.000 Einwohnern bekommen. Die Stadt Papeete nimmt geschätzt 10-mal die Fläche des einen Münchener Ikea in Eching ein. Und in München gibt es zwei Ikea – nur für den südbayerischen Raum.

Eilig hat es hier kaum einer. Im Reiseführer steht, dass man Stress und Hektik auf jeden Fall daheim lassen soll. Einheimische begegnen Zugereisten im Stress (am besten noch hektisch veranlagt) mit einem müden Kopfnicken und denken sich stillschweigend, dass man ja verrückt sein müsse. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen, übermorgen, überübermorgen, und dann ist es wahrscheinlich auch nicht mehr so wichtig. Funktionieren tut trotzdem alles und das ganz wunderbar.

Von Tikis, Maraes und Paul Gaugin

Die „glücklichen Bewohner eines unbeachteten Paradieses in Ozeanien kennen vom Leben nichts anderes als seine Süße. Für sie heißt Leben Singen und Lieben“, schrieb Paul Gauguin Ende 1890 dem dänischen Maler Jens-Ferdinand Willumsen. Nur leider fand Gaugin auf Tahiti (seit 1880 französische Kolonie) nicht das von ihm so sehr ersehnte Paradies. Tahitis exotisches Paradies war zerstört. Christianisierung, Handel und Kolonialherrschaft hatten einheimische Bräuche, die ursprüngliche Religion und die Lebensweise der ehemals von der Welt abgeschiedenen Bevölkerung für immer ausgemerzt.

Die Christianisierung war derart erfolgreich, dass es heute auf der Insel leider nur noch wenige Relikte religiöser Sakralbauten aus der Zeit davor gibt. Eine besonders schöne und liebevoll restaurierte und teils wieder aufgebaute Ausnahme ist das Marae Arahurau. Als Marae bezeichnet man einen nicht notwendigerweise heiligen oder geweihten Platz. Meist war dieser Platz ein Ort der Versammlung, des Rates, der Ältesten. Selbstverständlich wurden die Maraes auch zu religiösen Zwecken verwendet: zu Menschenopfer, Götteranbetungen oder einfach nur zu einer Art Gebet. Der Ursprung dürfte jedoch im Sinne des Versammlungsortes zu finden sein. In Polynesien hat das Marae-Konzept daher – im Gegensatz zu anderen Kulturen weltweit, denen es rein und nur um die Götteranbetung ging – einen einzigartigen Ursprung: die Rückenstütze eines Ehrensitzes.

Das Marae Arahurau an der Westküste von Tahiti Nui, dem großen Knollen der verkorksten Acht (die Insel Tahiti schaut aus wie eine von Kindern gemalte 8; ein großer und ein viel kleinerer Kreis) gelegen, ist von dichten, undurchdringlichen Wäldern umgeben. Teils düster, teils lachend und freudig dreinblickende Tikis begrüßen uns. Die ersten stehen auf einer kleinen Mauer am Rand, umgeben von sattem Grün. Kaum zu sehen, blicken sie aus dem Dickicht, und man bekommt fast einen Schreck beim ersten Erspähen dieser archaischen Figuren. Auf dem gesamten Gelände finden sind noch weitere zahlreiche Tikis – zumeist aus Holz geschnitzte, aber zum Teil auch in Stein gehauene Ahnen- und Götterfiguren – die in ihren Formen und Größen stark variieren. Von lebensgroß und mit einem Umfang wie ein Sumoringer zu ganz grazilen, dünnen und eher puppenähnlichen Figuren.

Von der ehemals exotischen Welt Polynesiens ist für einen „Kulturflüchtling“ auf der Suche nach dem absoluten Paradies nichts mehr übrig. So empfand es auf jeden Fall Paul Gaugin. 40 km außerhalb Papeetes mietete er sich eine kleine Hütte am Strand und nahm sich eine einheimische, 13-jährige Mätresse. Gaugin war 1891 nach Tahiti gekommen, und seine kleine „Freundin“ ist auf vielen der Werke, die er in den Jahren bis zu seiner Rückkehr nach Paris 1893 malte, zu sehen. Heißt es. Die Gemälde zeigen jedoch nicht das Tahiti, das Gauguin umgab, sondern die farbenfrohe, exotische Welt, die er sich erträumt und zu finden erhofft hatte. Diese Gemälde prägen noch heute das Bild eines Reisenden, der nach Tahiti kommt. Und einem jeden Reisenden geht es ähnlich wie Gaugin. Realität und Vorstellung klaffen weit auseinander.

Das soll auf keinen Fall heißen, dass Tahiti langweilig oder gar die Reise nicht wert sei. Nein, ganz im Gegenteil. Man muss sich auf die Insel und seine Bewohner einlassen und altes Gedankengut und idealisierte Träume über Bord werfen. Die klassischen Bilder Tahitis finden sich auf den anderen Inseln des Landes. Und es gibt ja noch 129. Genügend Platz und ausreichend Chancen, das gauginsche Paradies zu suchen UND zu finden. Dazu jedoch gleich.

Die Insel, besser gesagt der große Kringel der 8, „Tahiti Nui“ genannt, wird von einer 114 km lagen Straße umgeben. Immer an der Küste entlang geht es für eine so kurze Strecke durch beachtlich viele verschiedene Regionen. Landwirtschaftlich geprägte, wilde, bewaldete oder, ja die gibt es doch, paradiesische Palmenhaine an weißen Sandstränden. Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne gibt es wenige: das „Museum of Tahiti and her Islands“ etwa, etwas verstaubt und viele Exponate leicht vergilbt, aber liebevoll ausgestattet und durchaus sehenswert und interessant. Noch lehrreicher wäre es sicherlich mit Beschriftungen auch auf Englisch. Wir wursteln uns durch und lernen viel über die Entstehung der Insel, seine Ur-Bewohner, die Kolonialzeit und über das Leben am und im Meer. Es gibt eine ganze Reihe kleiner Parks, Seen und Grotten. Teils mit herrlichem Meerblick, jedoch immer mit einer Fauna, wie man sie aus den Gartenzentren deutscher Großstädte kennt. Hier ist es echt, wild und wächst einfach so. Weil einfach alles da ist.

Und dann gibt es das Gaugin-Museum. Tahiti ist sicherlich die einzige Insel in den unendlichen Weiten des Pazifiks, die einen solch berühmten und malerisch begnadeten Sohn hatte. Das Museum spiegelt dies leider nicht wieder. Angeblich gibt es dort einige wenige Originalzeichnungen des Meisters. Schwer zu sagen. Bei den ortstypischen Konservierungsmaßnahmen ist es schwer, den Unterschied zwischen einer von der Luftfeuchtigkeit aufgeweichten Postkarte und einer ebenso aufgeweichten kleinen Originalzeichnung zu erkennen. Manche Exponate sind in ihren Schaukästen – der gute alte UHU klebt auch nicht ewig – einfach herunter gefallen und liegen bäuchlings am öden Boden des nach „Sidolin Glasrein“ schreienden Glasschaukastens.

Tahiti erfüllt keine Klischees. Nein, bei aller Liebe nicht. Ein oft gehörter Rat war der, eine Nacht auf Tahiti zu bleiben (zur Akklimatisierung) und dann auf eine der zahlreichen, sicherlich paradiesischeren Inseln zu fliegen. Dies wäre ein echter Fehler. Tahiti ist die Lebensader des gesamten Archipels. Tahiti ist spannend. Man muss viel auf eigene Faust erkunden. Sehenswürdigkeiten sind kaum bis gar nicht ausgeschildert. Das Finden ist somit manchmal die wirkliche Sehenswürdigkeit – zahlreiches falsches Abbiegen und somit das Sehen von sonst nie gefundenen Orten, das Fragen nach dem Weg, die lachenden Gesichter der Menschen, die Blicke in Häuser durch scheinbar nie verschlossene Türen – all das würde einem entgehen und als Folge das, wenn auch nur im Ansatz, Verstehen der tahitisch-polynesischen Seele.

Die schönste Insel der Welt

Leider ist das Gedächtnis manchmal ein Sieb und man sollte sich doch einfach alles aufschreiben, von dem man glaubt, es noch einmal wissen zu müssen. Nun ist mal wieder so ein Moment gekommen. Wir saßen irgendwo (schon das fällt uns nicht mehr ein) und lasen einen Artikel in einem Magazin (Name entfallen) über die Insel Moorea (immerhin den Namen haben wir uns gemerkt, ein Ansatz). In dem unbekannten Magazin stand nun, dass die Insel Moorea im Jahre (die Jahreszahl ist uns natürlich auch entfallen) zu DER schönsten Insel der Welt gewählt wurde. Immerhin haben wir es geschafft, uns die beiden wichtigsten Aussagen zu merken: „Moorea“ und „schönste Insel“ der Welt.

Und bereits im 18. Jahrhundert hatte die Insel ihre Fans: „Moorea ist zweifellos die ansprechendste der Gesellschaftsinseln. Ihr Anblick ist wahrhaft romantisch und sie zeigt sich mit einer Vielfalt von Landschaften, die so entzückend sind, dass man sie kaum beschreiben kann“, schrieb William Ellis, seinerzeit Forschungsreisender in sein Tagebuch.

Da Moorea nur 19 km westlich von Tahiti liegt, machen wir uns auf den Weg. Samt Mietwagen und oben genannten Empfehlungen setzen wir mit der Fähre über. Und es ist wahrlich eine Zeitreise. Von all dem Trubel und Gewusel auf Tahiti ist hier nichts zu spüren. Der Hafen ist eine kleine natürliche Bucht, dort herrscht ein Kommen und Gehen, und das Wasser ist so blau, so klar, dass wir in den Tiefen des Hafenbeckens den bunten Fischen bei ihrem Ritt durch die Wellen zu schauen können.

Das Zentrum der Insel bilden einige steil aufragende Berge, allesamt vulkanischen Ursprungs, die vom Tal bis zum Gipfel mit dichtem, sattem Grün bewachsen sind. Die einzige Straße der Insel führt mit knapp 70 km um diese grünen Zacken herum. Ständig ist man auf der einen Seite vom türkisfarbenen Meer umgeben, auf der andern von paradiesischen Gärten, Wäldern und spektakulärer Landschaft. Eingerahmt wird die Insel von einem sie fast gesamt umgebenden Riff, an dem sich die Wellen brechen. Dieses wellenbrechende Riff beschert der Lagune somit eine fast spiegelglatte Wasseroberfläche. Hierher hätte Paul Gaugin mal kommen sollen. Auf Moorea hätte er das von ihm so ersehnte Paradies gefunden.

Von einigen höher gelegenen Punkten hat man einen absolut sagenhaften Blick über die Lagunen, das Meer und das Riff. Oft, sehr oft bleiben wir am Wegesrand stehen und lassen unsere Blicke über die Weiten des Meeres und die unglaubliche Schönheit der Lagune gleiten. Auch aus großer Distanz kann man noch die unterseeischen Riffe gestochen scharf erkennen. Es ist, als sei man in einer anderen Welt angekommen. Keine 35 Minuten von Tahiti entfernt. Wir kurven um die Insel, fahren die Berge hoch, kaufen auf einem Markt frische Bananen und lokal hergestellten Ananassaft. Wir glauben, das Paradies auf Erden oder auf jeden Fall der Südsee gefunden zu haben. Gauben wir, wir wissen ja nicht, was uns noch erwartet.

Von Tony Marshall und der Realität aus dem Bildband

Nach ein paar Tagen auf Tahiti, inklusive dem Tagesausflug nach Moorea, geht es weiter. Mit einer kleinen Propellermaschine der Air Tahiti. Freie Platzwahl und auf den Sitzen liegen aus Blumen hergestellte Halsketten. Es geht über die Inseln Huahine, Raiatea und Tahaa hinweg nach Bora Bora!

Sollten wir ein Bild malen müssen, wie wir uns die Südsee mit allem, was sie zu bieten hat, vorstellen, wir würden Bora Bora malen. Es ist unglaublich. Ja, wir kannten Fotos, ja wir haben es gegoogelt. Aber die Realität ist anders. Schöner. Zauberhafter. Beeindruckender. Auf Bora Bora schaut es wirklich so aus wie auf den Bildern aus einem Hochglanzbildband über die Südsee. Oder auf den wahrscheinlich inzwischen übermalten 70er Jahre-Tapeten für den Hobbyraum im Keller. Oder den unzähligen Deckeln von Ravensburger Puzzeln im gut sortierten Spielwarenhandel. Oder einfach wie in der Phantasie. Im Traum.

Die Hauptinsel wird von zahlreichen „Motus“, aus dem Wasser ragenden Inselchen des äußeren Korallenriffes umgeben. Per Definition darf ein Motu nicht höher als drei Meter aus dem Wasser ragen (ohne Palmenbewuchs selbstverständlich). Sonst wäre es eine Insel. Der Flughafen von Bora Bora liegt auf einer Mischung aus Motu und Insel. Weiter geht es nur per Boot. Dank Landaufschüttung durch die Amerikaner im 2. Weltkrieg wurde es möglich, einen Flughafen zu bauen. Bis in die 70er Jahre war der Flughafen rein militärisch. Heute ist er Anfang und Ende eines jeden Bora Bora-Aufenthalts. Gateway to Paradise.

Schon das Hafenbecken des Bootanlegestegs am Flughafen lädt zum Hüpfen ins Wasser ein. Wir schaffen es gerade so zu widerstehen und klettern auf das Boot, das uns zu unserem Hotel bringen wird. Durch das von unzähligen Blau- und Grüntönen schimmernde Wasser geht es an einigen bewohnten wie unbewohnten Motus vorbei. Wir sitzen auf dem Boot und, und, ja, was machen wir eigentlich. Es ist schwer zu beschreiben. Als Kind und auch später hat man eine Vorstellung vom Paradies: blaues Wasser, kleine Inseln mit feinem Sandstrand, Palmen, ganzjährig Sonne, einem vor Fischen nur so überquellenden Meer und dem Geschmack von Salz auf den Lippen. So ungefähr muss das gewesen sein. Und dann, schwupps, ist man da. Sicher, es gibt viele, gar unzählige Paradiese auf der Erde: frisch verschneite, im Sonnenlicht blitzende Alpenberge, von Frühlingsblumen gesäumte Almwiesen, die südspanischen Landschaften mit ihrer maurischen Baukunst, München (sicher doch!), die sanften Hügel der Toskana und nach einem Jahr Reise sicherlich auch ein Leberwurstbrot mit Senf und Essiggürkchen drauf.

Was aber hat bei all dieser Schönheit Tony Marshall mit Bora Bora zu tun? Wenig, könnte man glauben, noch weniger, könnte man hoffen, war seine Lied- und Gesangskunst doch nicht gerade die Krönung der musikalischen Schöpfung. Nichts desto trotz, und es erstaunt wirklich, ist Tony Marshall seit 2008 Ehrenbürger der Insel Bora Bora. Bitte? Was? Ja, es ist wahr. Der 69-jährige Tony Marshall ist seit 2008 leibhaftiger Ehrenbürger der Insel. Und das hat er einem seiner größten Hits aus dem Jahre 1978 zu verdanken (wer nicht lesen, sondern hören will: hier klicken):

Als ich nach Bora Bora kam
und mir den Strand als Zimmer nahm,
streckte ich meine Beine aus,
fühlte mich wie zu Haus.

Palmen und Blüten um mich her,
klar wie Kristall das blaue Meer,
ein Vogel sang im Mangobaum
alles war wie ein Traum.

Bora Bora Hey, Bora Bora in Tahiti hey,
mein Paradies im Sommerwind,
wo alle Menschen glücklich sind.
Bora Bora Hey, Bora Bora in Tahiti hey
wo Allen gleich die Sonne scheint
ist Jeder des Anderen Freund.

10.000 Meilen von zu Haus
brach dann bei mir das Heimweh aus,
doch ich denk´ noch heut´ mein Herz zerspringt,
wenn dieses Lied erklingt.

Bora Bora Hey, Bora Bora in Tahiti hey,
mein Paradies im Sommerwind,
wo alle Menschen glücklich sind.
Bora Bora Hey, Bora Bora in Tahiti hey
wo Allen gleich die Sonne scheint
ist Jeder des Anderen Freund

2 x Bora Bora in Tahiti hey
Bora Bora Hey, Bora Bora Hey…..

Einmal angekommen und den ersten positiven Schock verarbeitet, geht es an die Erkundung des Paradieses. Wir gehen schnorcheln in einem Wasser so klar und warm, man könnte meinen, in der Badewanne zu planschen. Die Fische sind alle echt und haben hier ihr wirkliches Zuhause. Manchmal stecken wir die Köpfe wieder aus dem Wasser. Nur um sicher zu stellen, dass wir vielleicht nicht doch in einem Aquarium sind. Sind wir aber nicht.

Von Haien, Rochen und dem Eifelturm in der Lagune

Wir erleben viel auf der Insel, lernen besonders nette Menschen kennen und sind einfach glücklich. Aber eine Begebenheit hat uns besonders beeindruckt. Die Bora Bora-Lagoon-Tour.

Mit Tanoa, dem einheimischen Führer, geht es mit einem kleinen Motorboot einmal um die Insel. Das wäre an sich nichts Besonderes, aber Tanoa hat den Ausflug zu etwas Besonderem gemacht. Zum Glück sind wir die einzigen beiden Teilnehmer dieser Tour, und somit können wir dem armen Tanoa Löcher in den Bauch fragen. Er versucht, alle Fragen bestmöglich zu beantworten, lediglich manchmal scheitern wir an der französisch-englischen Sprachgrenze. Dass Tanoa mit einer Französin aus Paris verheiratet ist, macht es auch nicht einfacher. Aber irgendwie können wir ihn verstehen und freuen uns für ihn. Tanoa strahlt eine Glücklichkeit aus, wie man sie in Europa wohl selten findet. Geschweige denn bei einem Tourguide. Ja, er lebt davon, aber ab einem gewissen Maß kann man glücklich sein nicht mehr vorgauckeln, da ist man es wirklich. Er sagt, dass er gerade gestern erst aus Paris zurückgekommen sei. Familie der Frau besuchen, Fois Gras essen, Eifelturm besteigen und Rom, das Kolosseum besichtigen. Viermal war er nun schon in Paris, ist Vater eines fast 4-jährigen Kindes und liebe „La Republic“. Seine jetzige Frau habe auch die Tour mit ihm gemacht. Und geblieben. Die Tour dauert wohlgemerkt (nur!?) vier Stunden. Das muss Liebe auf den ersten Blick oder unter der ersten Palme gewesen sein. Viermal Paris, vier Jahre altes Kind. Da ging aber was schnell.

Tanoa sitzt am Ruder seines kleinen Motorbootes, spielt auf einer kleinen Gitarre und singt Lieder über die Schönheit seiner Insel. Uns weht der Fahrtwind um die Nasen und wir genießen. Genießen und saugen die uns umgebende Schönheit auf.

Wir setzen den Anker. Tanoa reicht uns Schnorchelmasken und, wir trauen unseren Augen kaum, kippt Fischblut ins Wasser. „To see shark better. But you, my friend, go first, I have no health insurance “. Ja, klar. Und wir müssen auch nicht lange warten, bis die ersten Haie auftauchen. Nicht besonders groß, vielleicht zwei Meter lang, aber Haie. Festlandfuzzis auf einem Boot und daneben Haie – unweigerlich müssen wir an alle Folgen von „Der weiße Hai“ denken. Hat der nicht ein ganzes, so ein kleines Boot in Teile zerfetzt und die armen Insassen zerfleischt und verspeist?

Tanoa hüpft rein und Jakob, wie sollte es auch anders sein, sofort hinter her. Tina schaut den beiden kurz und aufmerksam zu und, ja, und hüpft sodann auch ins badewannenwarme Wasser. Wir schwimmen mit Haien. Echten. Nicht im Becken oder unter Aufsicht eines Rangers. Zur Beruhigung: es sind natürlich keine menschenfressenden weißen Haie, sondern Kleingetier und Shrimps fressende Riffhaie. Ungefährlich. Sagt man uns. Hoffen wir. Trotzdem ist es ganz schön aufregend. Da, wo wir herkommen, gibt es in den Gewässern Forellen und Frösche, das Ärgste sind Hechte. Aber keine Haie. Es ist ein absolut umwerfendes Erlebnis. Der extra dafür gekaufte, wieder verwendbare Unterwasserfotoapparat macht ein paar Fotos, und dann ist er tot. Voll Wasser gelaufen. Pech. Kaputt. So sind und bleiben die Bilder in unseren Köpfen.

Wenig später, ein Stückchen weiter mit dem von Gitarre zupfenden Tanoa gesteuerten Boot, ankern wir auf einer Sandbank. Es ist so seicht, dass man stehen kann. Beim Aussteigen müssen wir nur aufpassen, auf keinen der riesigen Rochen zu treten. Die schwimmen hier in Massen herum. „You go first…“, haha, den Witz kennen wir. Nein, nein, du darfst voran. Sind deine Fische. Aber nach einer Weile traut sich auch Jakob rein. Diesmal ist es Tina definitiv zu ekelig. Die Rochen fühlen sich an wie ein unpaniertes, rohes Hühnerbrüstchen. Nur haben diese, also die Rochen, einen Durchmesser von bis zu zwei Metern. Und dann auch noch einen Riesenstachel. Nein. Da gehe sie nicht rein, sagt Tina, und als Jakob das erste Mal auf so eine schwimmende Riesenpfanne mit der Konsistenz einer Hühnerbrust tritt, ist er sich auch nicht mehr sicher, ob es denn eine wirklich gute Idee war. Rochen sind, so lange man sie nicht angreift, in keinster Weise gefährlich. Nicht im Geringsten. Sagt Tanoa. Wir glauben ihm. Ist Drauftreten ein Angriff oder kapieren die, dass es sich um einen bedauerlichen Fehltritt handelt? Sie verstehen. Dem Rochen wird noch ein Bussi gegeben, ein wenig mit ihm geplanscht, und dann geht es weiter.

Tanoa hatte uns die ganze Zeit versprochen, dass wir bald etwas zum Essen bekämen. Nur wo und wie, das war uns zur Gänze unbekannt. Plötzlich, das Wasser ist seicht, und wir sind recht nah am Land, stoppt er den Motor und sagt, den Rest müssten wir laufen. Aha! Nun denn! Dann laufen wir halt. Wir waten durch das Wasser an Land zu Tanoas privatem Motu. Dort hat er eine kleine Hütte. Er stellt für uns einen kleinen Tisch im seichten Wasser auf, Sonnenschirm daneben, Stühle und fertig ist das Wasser-Open-Air-Picknick. Wir werden mit kleinen Sandwiches, frischem Obst und einer Flasche Moet & Chandon verwöhnt. Wow. Den Champagner gibt es aus Gläsern, dessen Stile den Eifelturm darstellen. Habe er aus Paris mitgebracht. Super kitschig, aber irgendwie unbeschreiblich romantisch und schön. So sitzen wir auf Plastikstühlen im Pazifik, essen Obst und Sandwiches und schlürfen Champagner aus dem Eifelturm.

Die Kokosnuss – im Allgemeinen und Speziellen

Tanoa, unser einheimischer Guide, Jäger und Sammler, ist von der Statur her kräftig und muskulös. So schauen entweder Sportler oder mit Amphetaminen aufgepumpte Vorortgewichtestemmer aus. Nun ist Tanoa weder Sportler noch ein Vorortgewichtestemmer. Er lebt scheinbar und nach eigenen Erzählungen einfach nur gesund. Als körperliche Ertüchtigung klettert er jeden Tag auf die Kokospalme, jagt Fische im warmen Wasser der Lagune oder hebt schwergewichtige Touristen aus seinem Boot, um ihnen die Schönheit der Natur zu zeigen.

Ganz oben auf seinem Speiseplan stehen frische Fische und alles, was die Kokosnuss so hergibt. Wo immer Tanoa auch hingeht, seine Angel ist immer mit dabei. Er gehe erst gar nicht in den Supermarkt, da sei eh alles zu teuer. Sei ja auch klar, werde ja auch alles aus Frankreich eingeflogen. So gebe es bereits zum Frühstück Fisch; ebenso zum Mittagessen und als Abendbrot gebe es auch Fisch. Klar, schwimmen die ja auch direkt vor seiner Haustüre vorbei. Ob er denn immer genügend fange, für seine Frau, sein Kind und ihn selbst? Die Antwort ist so einfach wie bestechend: fange er einen großen Fisch, gebe es mehr, fange er einen kleinen, gebe es weniger Fisch. Fange er viele kleine Fische, sei das ja wie ein großer. Fange er aber, und das kann an schlechten Tagen schon vorkommen, nur einen kleinen, gebe es mehr Wurzeln. Wurzeln? fragen wir etwas ungläubig. Ja, Wurzeln. Es gebe so viele Pflanzen und Bäume in seinem Garten, deren Wurzeln ein Vielfaches des natürlichen, täglichen Vitaminbedarfs decken.

Aber Nahrungsmittel Nummer eins, das sei die Kokosnuss. Er erklärte uns die Vielfalt einer Kokosnuss, DEM Nahrungsmittel der Südseebewohner: Das Wasser der Kokosnuss kann man trinken, und bei so vielen Kokosnüssen müsse man sicher nicht verdursten. Im schlimmsten Falle gebe es ja noch Bier, natürlich aus Tahiti, das gute Hinano. Das Kokoswasser wird aus den frisch von den Palmen gefallenen oder geernteten, noch grünen Nüssen gewonnen. Man darf sich eine frische Kokosnuss nicht wie eine aus den europäischen Supermärkten vorstellen. Die in Europa erhältlichen Kokosnüsse sind etwa Handball groß, braun und die Schale hat die Konsistenz von Holz. Das ist aber nur das Innere der frischen Kokosnuss. Dieser „Handball“ ist von einer dicken, stabilen und nur mit dem Messer oder einer Machete teil- und ablösbaren Schicht umgeben. Eine frische Kokosnuss mit selbigem„Mantel“ hat in etwa die Größe eines Fußballes – nur in der Form eines Eies. Ist die Nuss frisch vom Baum, ist der Mantel grün. Je länger die Nuss am Boden und in der Sonne liegt, desto brauner wird der Mantel.

Und jetzt wird es spannend. Die noch grüne Kokosnuss spendet das Kokoswasser. Je länger die Nuss nun in der Sonne liegt, desto mehr trocknet das Wasser und bildet eine Art Schwamm im Hohlraum der Kokosnuss. Nach etwa drei Monaten nimmt dieser Schwamm die Hälfte des Hohlraumes ein. Nach sechs Monaten ist der Hohlraum komplett ausgefüllt. Dieser „Schwamm“ hat nun in etwa die Konsistenz eines Marshmallows und schmeckt lecker. Man kann ihn entweder grillen oder roh essen. Wir haben ihn roh probiert und waren über den Wohlgeschmack echt erstaunt. Sehr lecker. Nach diesen sechs Monaten ist der äußere Mantel nicht mehr grün, sondern braun und strohig, aber immer noch extrem schwer von der im Inneren befindlichen Nuss zu lösen. Diese fasrige Masse wird aber nicht weggeschmissen, selbstverständlich nicht. Sie eignet sich, einmal angezündet, ideal als natürlicher Moskitoschutz.

Am Ende der Lehrstunde über die Kokosnuss werden wir über die Herstellung der Kokosmilch unterrichtet. Wir Stadtkinder dachten immer, dass Kokosmilch und das Wasser, das man über einen Strohhalm aus der Nuss nuckeln kann, irgendwie dasselbe sind. Nur eben irgendwie ein bisschen anders. Wasser ist ja nicht so dickflüssig wie die Milch. Wie es aber so weit kommt, da haben wir nie ernsthaft darüber nachgedacht. Kennen wir die Kokosmilch ja eh nur aus der Dose, aber da kommt sie natürlich nicht her. Kokosmilch wird dadurch gewonnen, dass aus drei bis sechs Monate alten Kokosnüssen das Kokosfleisch herausgeschabt, ein bisschen mit Wasser vermengt und anschließend gepresst wird. Selbstverständlich lässt es sich Tanoa nicht nehmen, uns auch dies zu demonstrieren. Ach ja, die leeren Kokosnussschalen werden letztendlich als kostengünstige und wirklich Halt bietende, evtl. sogar Form gebende BHs verwendet.

Die Kokosmilch ist DAS Wunder- und Allzweckgewürz bzw. DIE Zutat in der hiesigen Küche. Sie kommt in den Kaffee am Morgen, die Fische werden darin mariniert, sie dient aber auch als Hautcreme (Tanoa bittet Tina über seine samtfeine Haut zu streicheln, als Beweis, und Tina wird ein bisschen schwach beim Streicheln über den gebräunten, muskulösen Oberarm; sind die von Jakob ja eher staksig und käsig, von Muskeln ganz zu schweigen).

Natürlich kann man das Kokosfleisch auch einfach essen. Und das kennen wir ja alle. Es schmeckt köstlich und macht überdurchschnittlich satt. Jakob hat schon beschlossen, in München eine Kokosfleisch-Diät zu machen, um seinen Pommes- und Burgerbauch wieder einzuebnen. Vielleicht wird er auch auf Palmen klettern. Dann könnte das mit den Mukis auch was werden. Ist aber eher unwahrscheinlich…

Von dem kleinen Motu ist es leider nicht mehr weit bis zum Hotel, wir verabschieden uns und bedanken uns für einen Ausflug, der so schön und einzigartig war, dass dieser allein den weiten Weg von Deutschland nach Bora Bora wert gewesen wäre.

Es gäbe noch viel zu erzählen, aber wie heißt es ja so schön: ein Bild (oder auch mehrere) sagt mehr als 1.000 Worte. Viel Spaß bei den Fotos …

 

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